JülicherLand/Rödingen: Seit zehn Jahren dem Vergessen im Weg

JülicherLand/Rödingen: Seit zehn Jahren dem Vergessen im Weg

Ihren 10. Geburtstag feiert die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz in diesem Jahr mit einem Fest am Sonntag, 29. August, 14 bis 18 Uhr, im LVR-Kulturhaus, Landsynagoge Rödingen, Mühlenend 1.

Gegründet wurde die Gesellschaft im Jahr 2000 unter Vorsitz von Peter Nieveler. Sie tritt dafür ein, die düstere Vergangenheit Deutschlands in der Nazizeit nicht zu vergessen und eine demokratische offene Gesellschaft zu erhalten.

Erstes großes Projekt war die Realisierung des Mahnmals für die ermordeten Mitbürger jüdischen Glaubens aus Jülich, Linnich, Aldenhoven, Titz, Niederzier und Inden. Die Stadt Jülich hatte kurz vor der Kommunalwahl 1999 das Mahnmal beschlossen. Doch es gab viele Hindernisse. Durch die neue Jülicher Gesellschaft gab es eine große Schubkraft, binnen weniger Monate wurde das Projekt erst finanziell gesichert, dann der Standort festgelegt: der Propst-Bechte-Platz. Dort steht seit Ende 2001 das Mahnmal im Weg. So wie es die vielen Mütter und Väter des Projekts gewollt hatten.