Jülich: Seismometer im Forschungszentrum ist umgezogen

Jülich: Seismometer im Forschungszentrum ist umgezogen

Ein neu neben dem Wetterturm auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich installiertes Seismometer zeichnet seit Mai vor Ort Erdbeben und auch künstliche Erschütterungen auf. Dank der Zusammenarbeit des Jülicher Geschäftsbereichs Sicherheit und Strahlenschutz mit der Erdbebenstation Bensberg der Uni Köln sind die Daten demnächst mit weniger als einer halben Stunde Verzögerung im Internet abzurufen.

Sie stehen damit als wichtige Hintergrundinformation für Experimente zur Verfügung. „War da was?” - Bisher konnten wissenschaftliche sowie technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Experimente nicht auf lokale Daten über Erschütterungen der Erde zurückgreifen. Das Jülicher Seismometer war ungeschützt vor oberirdischen Störungen in einem Bürogebäude untergebracht. Die so aufgezeichneten Daten rief die Erdbebenstation Bensberg nur in größeren Abständen über eine Telefonleitung ab.

Burkhard Heuel-Fabianek und Peter Schulte vom Forschungszentrum Jülich war das zu wenig. Sie veranlassten, dass das Häuschen einer ehemaligen radiologischen Messstation nun am Wetterturm steht. Klimatisiert, abgeschirmt und ans Internet angeschlossen, bietet es beste Voraussetzungen für sichere Messdaten des Seismometers. Die Erdbebenstation Bensberg bereitet die Daten als Seismogramme auf und stellt sie ins Internet, wo sie auch rückwirkend abgerufen werden können.