Jülich: Seilrutsche macht den Traum vom Fliegen wahr

Jülich: Seilrutsche macht den Traum vom Fliegen wahr

Auf das 27 Meter lange Stahlseil hat Dorothee Esser mit ihrem Team vom Brückenkopf-Park am längsten gewartet. Schon im Sommer hatte sie die Einzelteile für die neue Seilrutsche für den Hauptspielbereich bestellt. Die letzte Komponente, das tragende Seil, trudelte erst vergangene Woche ein.

„Weil die Länge genau angepasst werden musste”, erklärt sich die Geschäftsführerin die Verspätung. Doch Gärtnermeister Guido Fahlenbock und Gärtner Stefan Kaumanns vom Grünteam des Parks haben zügig gearbeitet. Einen Hügel platt gewalzt, zwei neue Erdhaufen für die Gerüste an den Enden der Rutsche aufgeschüttet, das Seil dazwischen gespannt, den Sitz, der aussieht wie ein Teller an einem langen Stiel, aufgefädelt und schon konnte Esser die neue Seilrutsche offiziell einweihen.

Und weil der Brückenkopf-Park schon so lange von so einer Seilrutsche geträumt hat, ließ sich Esser den Probeflug nicht nehmen. Trotz Nieselregen. „Die ist nicht nur was für den Sommer”, sagte sie, setzte sich auf den roten Teller und sauste los.

Bürgermeister Heinrich Stommel sah ihr nach, wie sie die 27 Meter am Seil entlang flog und ein Stück zurück. „Vor 15 Jahren bin ich mit meinen Kindern noch mitgerutscht”, sagte er. Am Montag verzichtete er. Aus Rücksicht auf seine Knie.

Die Hälfte der 10.000 Euro Materialkosten für die neue Seilrutsche übernimmt die Sparkasse Düren, finanziert durch eine Spende aus dem PS-Zweckvertrag.

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