SEG Linnich bei Finanzierung mit im Boot

Ausstattung der Bürgerhallen : Einheitliches Mobiliar spart Kosten

Der Bürgerverein Gereonsweiler hat mit einer Bitte an die Stadt Linnich um finanzielle Unterstützung eine generelle Frage aufgeworfen. Könnte die Stadt als zentrale Anlaufstelle bei der Ausstattung der Bürgerhallen mit Mobiliar dienen?

Ausgangspunkt dieser Frage war die notwendige Ausstattung der Gereonsweiler Bürgerhalle mit neuen Tischen. Der Bürgerverein als Betreiber der Bürgerhalle hatte bei der Stadt einen Zuschuss zu den Kosten in Höhe von 7000 Euro beantragt. Grundsätzlich ist ein derartiger Zuschuss nicht ausgeschlossen. Im laufenden Haushaltsjahr wäre der Topf der freiwilligen Leistungen, aus dem ein solcher Zuschuss fließen könnte, allerdings schon ausgeschöpft. Folglich käme der Bürgerverein Gereonsweiler erst im kommenden Jahr in den Genuss einer finanziellen Förderung.

Der Antrag war indes Anlass, einmal bei allen Betreibern der Bürgerhallen im Stadtgebiet nachzufragen, was dort in puncto Ausstattung an Bedarf besteht. Die Rückmeldungen kamen: Auf rund 40.600 Euro summieren sich die Kosten für Mobiliar, das über kurz oder lang angeschafft werden muss.

Mit 9.500 bis 10.000 Euro entfällt der größte Batzen auf den Ausstattungsbedarf der größten Bürgerhalle, die Rurauenhalle in Tetz. Dagegen fallen die 2.000 Euro, die die Bürgerhalle Glimbach benötigt, geradezu bescheiden aus, wären aber im Gegensatz zu Tetz noch in diesem Jahr fällig.

Die Verwaltung hatte dem zuständigen Fachausschuss für Kultur, Sport, Generationen und Soziales einen Beschlussvorschlag unterbreitet, der generell die Bezuschussung von Anschaffungskosten befürwortet. Unter dieser Maßgabe sollte sich der Finanz- und Personalausschuss damit befassen, Mittel für entsprechende Zuschüsse in den Haushaltsplan 2020 einzustellen.

Dieser Beschluss wurde freilich um zwei Komponenten erweitert: So hatte die CDU-Fraktion den Vorschlag gemacht, einmal abzuklären, ob es nicht Sinn ergebe, dass die Stadt eine größere Charge an Stühlen und Tischen anschafft, mit denen sukzessive die Bürgerhallen versorgt werden könnten. Die Vorteile lägen auf der Hand: Zum einen ließe sich über die Menge der Preis reduzieren. Zum anderen verfügten alle über die gleiche Ausstattung, was den Austausch untereinander vereinfache.

Die Idee der PKL-Fraktion ging in eine andere Richtung. Sie schlug vor zu prüfen, ob nicht die Stadtentwicklungsgesellschaft zur Unterstützung der Ausstattungskosten eingespannt werden könnte. Tatsächlich hat die SEG sich unter anderem „Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der gemeindlichen Infrastruktur oder der örtlichen Lebensgrundlagen“ zum Ziel gesetzt.

Zu diesen Gesamtbeschluss gab es im Ausschuss keine Gegenstimme. Die Verwaltung wird nun Kontakt mit Trägervereinen der Bürgerhallen aufnehmen und ein Stimmungsbild einholen, wie sie zu einer einheitlichen Ausstattung mit Mobiliar stehen. Parallel wird geprüft. ob die SEG tatsächlich als Co-Financier ins Boot geholt werden kann.

(ojo)
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