Science-Slam: Jülich sucht das Super-Gehirn

Science-Slam : Schüler und Studierende bearbeiten das Thema Weltall

Das mittlerweile dritte Jülicher Science Slam-Turnier hat erneut in den Räumen des Kulturbahnhofs stattgefunden und viele Schüler und Studenten aus dem Jülicher Land und dem Raum Aachen diesmal in die Weiten des Weltraums geführt.

Das im Rahmen des Jülicher Nachbarschaftsdialogs veranstaltete Turnier fordert Kinder, Oberstufenschüler und Studenten auf, sich im Rahmen eines vorgegebenen Themas mit einer bestimmten Problematik zu befassen und darüber einen fünfminütigen Kurzvortrag zu halten. Optisch unterstützend können im Rahmen einer Powerpoint-Präsentation auch Bilder zur Thematik gezeigt werden.

Schüler und Lehrer aus der Umgebung sind herzlich eingeladen, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Es wird in zwei verschiedenen Alterskategorien angetreten und die beste Präsentation gewinnt die Auszeichnung „Jülicher Super Brain“, also Jülicher Super-Gehirn. Die Moderation des sehr unterhaltsamen Abends hatten Jochen Gösen von der FH Aachen und Arthur Derichs vom Jülicher Forschungszentrum übernommen. Vor den Präsentationsblöcken der beiden Teilnehmergruppen erläuterte Dr. Richard Bräucker vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in zwei spannenden und humorvollen Vorträgen die Problematiken des Lebens im Weltraum und auf was ISS-Astronauten zum Beispiel beim Essen in der Schwerelosigkeit alles beachten müssen.

Hierzu zeigte er auch Videosequenzen mit Alexander Gerst an seinem sehr luftigen Arbeitsplatz und wie sich angehende Weltallbesucher mit Parabelflügen in einem umgebauten Airbus A 320-Jet auf ihr Unternehmen vorbereiten. Die Problematik hierbei besteht allerdings darin, dass der ständige Wechsel von extremem Steig- und Sinkflug nicht jedem bekommt.

In der ersten Kategorie der 11- bis 14-jährigen Schüler hatten sich Liam Franken und Tristan Schmitz mit dem Urknall, Benedikt Peter und Felix Krämer mit der Multiversum-Theorie, Angelika Guo und Jana Dolfen mit dem außerirdischen Leben, Paul Tews und Emilio Schumacher mit schwarzen Löchern und Mira Funke und Annika Mantel mit dem Mars beschäftigt. Die Schüler dieser Gruppe kamen von den beiden Gymnasien Overbach und Zitadelle.

Das Publikum konnte per Handy und per Lautstärkenmessung über das „Klatschometer“ über die Platzierung der Kandidaten bestimmen. Die Vorträge über den Mars und den Urknall teilten sich den vierten Platz, die Auszeichnung für den dritten Platz ging an das Multiversum, Platz Zwei an die Erklärung über das Phänomen der schwarzen Löcher und den Spitzenplatz belegte die Präsentation von möglichem außerirdischem Leben.

In der zweiten Gruppe, bestehend aus Oberstufenschülern und Studenten, befassten sich Marit und Svenja Fresen mit der Arthroskopie, Lina Kaldenbach und Anna Thelen mit dem Weltraumbergbau, Julia Gilliam mit dem Thema Aliens, Jana Kriesel und Franziska Thimm mit der extraterrestrischen Strahlung und Michelle Düsterbeck mit schwarzen Löchern. Die Teilnehmer kamen vom Mädchengymnasium, der Zitadelle und der FH Aachen. Nach der Abstimmung des begeisterten Publikums belegten die Arthroskopie und das Alien-Special den vierten Platz, die schwarzen Löcher den dritten Platz, die Auszeichnung für den Zweitplatzierten ging an den Weltraumbergbau und den Spitzenrang erreichte der Vortrag über die extraterrestrische Strahlung.

Alle Teilnehmer erhielten eine Teilnehmer-Urkunde und Sachpreise wie Regenschirme, Kino-Gutscheine oder Lautsprecherboxen für das Smartphone. Gösen und Derichs bedankten sich bei allen Förderern und Sponsoren des Science Slam-Wettbewerbs und freuen sich auf die nächste Veranstaltung 2019 und hoffen, dass sich auch hieran wieder viele Schüler aus Jülich und Umgebung mit Unterstützung durch ihre Lehrer beteiligen.

(bw)
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