Jülicher Land: Schulen bleiben Montag weitestgehend geschlossen

Jülicher Land : Schulen bleiben Montag weitestgehend geschlossen

Die Schulen im Jülicher Land bleiben aufgrund des Orkantiefs am Montag weitestgehend geschlossen. Bei den Kitas im Kreis Düren ist eine Betreuung sichergestellt. Die Eltern können selbst entscheiden, ob sie das Angebot nutzen wollen. Sorgen machten sich am Sonntag ob des angekündigten Sturm aber auch Veranstalter von Karnevalssitzungen.

„Unsere heutige Kostümsitzung findet statt“, postete am Mittag eigens die Jülicher KG Rurblümchen. Schon bevor die Ausläufer des Sturmtiefs das Jülicher Land erreichten, wirbelte „Sabine“ einiges durcheinander. „Wir haben zusätzliche Sicherungsmaßnahmen ergriffen, sprechen mit dem Zeltwirt und sind auf Notfälle vorbereitet“, sagte am Mittag Rurblümchen-Geschäftsführer Michael Schröder. Immerhin feiern die Rurblümchen mangels Stadthalle in Jülich in dem eigens errichteten Zelt auf einem früheren Schulsportplatz an der Düsseldorfer Straße. Schröder stand zudem auch mit dem zuständigen Dezernenten der Stadtverwaltung, Richard Schumacher, in Kontakt.

Schumacher: „Wir haben alle Veranstalter auf die Gefahrenlage hingewiesen. Zelte sind in der Regel nur bis Windstärke 10 zugelassen. Wir beobachten die Situation und und informieren uns auch regelmäßig beim Deutschen Wetterdienst.“ Auch bei einem anderen Zelt hat man Vorsorgemaßnahmen ergriffen. Der Jülicher Brückenkopf-Park hatte bereits am Sonntag ob der bedrohlichen Wetterlage seine Pforten geschlossen. Das besondere Augenmerk im Park galt dem Bau des „Muschel“-Veranstaltungszeltes. Park-Prokurist Hans-Josef Bülles: „Verantwortliche des Generalunternehmers sind vor Ort, damit am Bau kein Schaden entsteht. Wir sind also gewappnet.“

Um 13 Uhr tagte dann im Jülicher Rathaus ein kleiner Krisenstab. „Aufgrund der aktuellen Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes hat die Stadt Jülich in Absprache mit den Schulleitungen der städtischen Schulen beschlossen, dass die Schulen am Montag insbesondere wegen der Gefahren auf dem Schulweg geschlossen bleiben“, teilte die Verwaltung anschließend mit. Zuvor hatten schon Aldenhoven und Linnich in Absprache mit den Schulleitungen ähnliche Beschlüsse gefasst.

In Titz verfolgt man eine andere Strategie. Dort sollte die Entscheidung zum Besuch der Primusschule den Eltern überlassen werden. „Die Schule wird - selbst dann, wenn sich viele Eltern gegen einen Schulbesuch am Montag entscheiden sollten - auf jeden Fall besetzt sein. Kein in der Primus-Schule ankommendes Kind wird abgewiesen oder nach Hause geschickt“, hieß es auf der Facebook-Seite der Kommune.

Eine ähnliche Regelung wie in Titz gibt es auch beim Kreis für die Kitas. Kreissprecher Ingo Latotzki: „Die Eltern entscheiden selbst, ob sie ihr Kind am Montag in die Kita bringen. Eine Betreuung ist sichergestellt, auch wenn wir nicht davon ausgehen, dass sich viele Kinder einfinden werden.“ Auch die Schulen des Kreises, die Berufskollegs und die Förderschulen, werden geöffnet sein.

(bugi)