Linnich: Schornstein in Schieflage

Linnich: Schornstein in Schieflage

Ein schiefer Kamin hat am Samstag die Feuerwehr Linnich in Atem gehalten. Ein Nachbar hatte am frühen Morgen entdeckt, dass der Kamin auf einem Mehrfamilienhaus an der Schillerstraße in Schieflage geraten war.

Wie die Einsatzkräfte vor Ort feststellten, hatte man den gemauerten Abzug auf dem Dachboden von seinem Sockel und im unteren Bereich abgetragen. Trotz Sicherung hatte sich der obere Bereich geneigt und drohte herab zu stürzen.

Die Linnicher Feuerwehr unter Einsatzleitung von Carsten Syben funkte zunächst die Spezialdrehleiter der Feuerwehr des Forschungszentrums Jülich zu Hilfe.

Doch auch von deren Gelenkmastbühne ließ sich der mehrere hundert Kilogramm schwere Kamin nicht in einem Stück aus dem Dach heben, zumal die Gefahr bestand, dass die Dachkonstruktion selbst bei der Aktion Schaden nehmen könnte.

Schließlich wurde der Rüstzug der Berufsfeuerwehr Aachen angefordert, der mit schs Mann und vor allem einem 40-Tonnen-Kran anrückte. Über dessen Lastkorb wurden die Bruchstücke des per Hand abgetragenene Kamins und schlussendlich der schwere Betonsockel auf den Boden befördert.

Glücklicherweise sind die Wohnungen unterhalb des Dachgeschosses zurzeit unbewohnt. „Die hätten wir ansonsten evakuieren müssen”, sagte Syben.

Für die Baufirma wird dieser Samstag eine teuere Sache. Der Sechs-Stunden-Einsatz mit 22 Mann und den Spezalfahrzeugen aus Jülich und Aachen sowie der Polizei, die zur Absicherung vor Ort war, ist kostenpflichtig, wie Syben betonte.

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