Barmen: Scharfe Schwerter und moderne Plastiken im Haus Overbach

Barmen: Scharfe Schwerter und moderne Plastiken im Haus Overbach

In Haus Overbach in Barmen sind sich das Mittelalter und die Moderne ganz nah gekommen. Während sich auf dem Schlossgarten ein lustiges Mittelaltervölkchen tummelte, erwarteten die Besucher rund um Kloster und Weiher Skulpturen zeitgenössischer Künstler aus der Euregio Maas-Rhein.

Die moderne Kunst entlang des Skulpturenpfads fügt sich harmonisch in die natürliche Umgebung des Waldes, obwohl der Großteil der Stücke metallisch oder gläsern ist und soll als dauerhafte Spende an Haus Overbach den Pfad um den Weiher verzieren.

Im „Artgarten” am Friedhof wurden kleinere Stücke von Künstlern wie Günter Thelen mit seiner Serie „Kosmische Köpfe” oder Ernesto Marques mit seinen menschlichen Metallfiguren aus der Reihe „Homo” ausgestellt. Der Gartengestalter Gottfried Peter Derks und sein Team kombinierten die Figuren kunstvoll mit den Blumen und Teichen des Artgartens und knüpften damit an die Atmosphäre des Weiherwegs an.

Hier wurden ebenfalls Plastiken ausgestellt, die Derks zusammen mit Schülern des Gymnasiums Haus Overbach gestaltet hat. Bei seiner Arbeit geht es nicht nur um die Ästhetik: „Neben der Gartengestaltung fertige ich auch Skulpturen, die eine Botschaft haben und etwa auf Kinderarbeit oder Vorurteile aufmerksam machen sollen.”

Währenddessen hattte im Schloss­garten das „Eynevolk” seine Zelte aufgeschlagen.

Diese Gruppe von Mittelalter-Fans aus dem Raum Aachen zieht von Fest zu Fest, um den Besuchern das Leben dieser Epoche nahe zu bringen. Unter der Fahne von Prinz Norbert von Thule zog eine Schar von Rittern zu Pferd in Barmen ein und brachte reichlich Fußvolk mit, darunter Schneiderin Martina Warstat, die viele der historischen Kostüme angefertigt hat, sowie Likörerin Nicole Kaster und Sängerin Bonnie.

Die Wanderhexen Larimar und Mehira spendeten Energie durch Handauflegen und ermöglichten Kontakt zu verstorbenen Verwandten, und Magus Antonius unterhielt die Jüngsten mit seinen Tricks. Im Tavernenzelt ließ sich am Abend die mittelalterliche Koch- und Trinkkultur erleben. Wem der Met etwas zu gut geschmeckt hatte, der konnte sich im Zuber, einem Vorfahren der Badewanne, abkühlen.