Linnich: Sanierung im Gange: Bald nur noch Sterne über dem Hallenbad

Linnich: Sanierung im Gange: Bald nur noch Sterne über dem Hallenbad

„Fein” ist derzeit kein Thema im Linnicher Hallenbad. Dort ist der 2. Bauabschnitt der Badsanierung in vollem Gang. Das Grobe bestimmt den Arbeitstag.

Eine grüne Containerbatterie auf dem Außengelände wird überwiegend von den Schadstoffsanierern der Firma Müssmann aus Schermbeck gefüllt. Derweil ist auch schon die Mannschaft der Alsdorfer Firma DISA Bau emsig. Sie schlagen Wände nieder oder Wanddurchbrüche. Nach dem verhältnismäßig zarten Verlauf des ersten Sanierungsabschnittes geht es jetzt richtig zur Sache - und an die Substanz. Das verdeutlichten unter anderem die Aufnahmen, mit denen Kerstin Schmalen vom Bauamt der Stadt den Sachstandsberichtes im Ausschuss für Kultur, Sport und Partnerschaft bebilderte.

Das Bad hat sich verändert. Der Umkleide- und Garderobenbereich ist völlig entkernt, ebenso wie der ehemalig Saunabereich im Untergeschoss. Ein Loch in der Wand zum Sportplatz markiert den künftigen zusätzlichen Notausgang, im Foyer werden Wände niedergerissen, um die erwünschte Transparenz zu schaffen.

Am augenfälligsten hat sich der Schwimmbereich verändert: Das Wasser ist abgelassen, die gesamte Halle ist bestückt mit einem schier undurchdringlichen Wald aus Stahlrohren, auf denen eine flächendeckende Plattform ruht. Sie ist das Arbeitspodest, von dem aus in den kommenden zwei Wochen das gesamte Dach abgetragen wird. Buchstäblich von Innen heraus erfolgt der Neuaufbau des Bades.

Die mit Macht einsetzenden Sanierungsaktivitäten müssen finanziell abgedeckt werden. „Wir werden jetzt schon den Kreis bitten müssen, das Budget für 2012 freizugeben. Sonst kommen wir nicht hin”, sprach Beigeordneter Hans-Josef Corsten die offene Haushaltssituation an. Der Finanzplan 2012 ist von der Kommunalaufsicht noch nicht genehmigt. Kostenmäßig bewegt sich die Sanierung recht genau im Rahmen Schätzung.

Zeitlich allerdings ist der Abschluss der Hallenbad-Sanierung in die weitere Zukunft gerückt. Vor Juni 2013 statt wie ursprünglich angenommen Ende 2012 sei damit eher nicht zu rechnen. Die Schulen seien informiert oder werden es umgehend. Diese Verzögerung lasse sich, so Corsten, nachvollziehbar durch den Bauzeitenplan erklären. „Wir haben vielleicht zu optimistisch die Abfolge von Gewerken und einen nahtlosen Übergang von erstem zu zweitem Bauabschnitt gesehen.”