Jülich: Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge beginnt

Jülich: Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge beginnt

„Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden” unter diesem Leitgedanken bemüht sich der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge auch noch mehr als 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges darum, die Gräber deutscher Kriegstoten aus den beiden Weltkriegen im Ausland zu erfassen, zu pflegen und zu erhalten.

Die Gräberfelder sind nicht zuletzt Zeugnis für die Sinnlosigkeit dieser Kriege und stehen als Mahnung für die Lebenden, den Frieden zu erhalten.

Deshalb ist dem Volksbund auch die Jugendarbeit besonders wichtig, gilt es doch Brücken zu bauen von Mensch zu Mensch und von Land zu Land. Doch diese Arbeit kostet auch Geld, denn lediglich zehn Prozent der anfallenden Kosten werden aus öffentlichen Mitteln bestritten. Und so sieht man alljährlich Menschen, die sich für die Arbeit des Volksbundes engagieren, im November mit Sammelbüchsen auf den Straßen und um Spenden bitten.

Mit gutem Beispiel gingen auch in diesem Jahr Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel sowie Oberstleutnante Johann Schnell, Leiter des Mechatronikzentrums und Standortältester in Jülich voran und baten die Mitbürger um eine Spende. Unterstützt werden sollen mit dem Erlös unter anderem zwei Workcamps im russischen Rshew und in Riga/Lettland, wo russische und deutsche Jugendliche sich zusammenfinden zur Pflege der Gräberfelder.

„Wir müssen dafür Sorge tragen, dass junge Menschen in unserem Land von diesem Schrecken erfahren, damit sie den Frieden schätzen und auch in Zukunft sichern”, mahnte Bürgermeister Stommel bei der Auftaktveranstaltung und umriss noch kurz die Arbeit und Ziele des Volksbundes.