Ruruferradweg wird Richtung Aachen vernetzt

Von: Adi Zantis
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Der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse Aachen-Jülich ist bereits auf dem Teilstück von Hoengen bis Aldenhoven und von Aachen durch Würselen bis an die Alsdorfer Stadtgrenze durchgehend asphaltiert. Die Fertigstellung bis nach Jülich soll 2016 erfolgen. Die provisorische Brücke über dem Radweg in Würselen zwischen der Wilhelm- und Friedrichstraße in Höhe Postztraße wurde gestern abgebaut, um dem dauerhaften Bauwerk Platz zu macvhen

Kreis Düren. Nach Stilllegung der Bahnstrecke Aachen-Nord – Jülich Anfang der 1980er Jahre gab es schon frühzeitig Pläne für eine weitere Nutzung der verbliebenen Trasse. Zunächst entstanden in einigen Bereichen der knapp 30 Kilometer langen Streckenführung teilweise Fuß- und Radwege, mitunter mit nur geringer Breite und ausschließlich ohne Asphaltierung.

Erstmals mit dem Ausbau der der K 30 in der Nähe des ehemaligen Bahnhofes Würselen-Mitte wurde parallel zur Kreisstraße ein erstes Teilstück eines voll ausgebauten Radweges am Streckenverlauf der ehemaligen Bahnlinie angegliedert.

Ausgehend vom Grundvorschlag der Städteregion Aachen entwickelten sich dann erste Denkmodelle für eine komfortabel befahrbare Radverkehrsverbindung. Ziel war ein durchgehender Streckenverlauf auf der ehemaligen Bahntrasse von Aachen bis nach Jülich mit direkter Anbindung an den Ruruferradweg. Damit sollte sich die Radroute zu einem Premiumprodukt entwickeln und diesbezüglich Qualitätsanforderungen von radtouristischen Fernwanderwegen entsprechen. Der Bahnradweg könnte in das überregionale Netz eingebunden und mit weiteren Radverkehrsnetzen verknüpft werden.

Frühzeitig hatten die Städteregion Aachen, die Städte Würselen und Alsdorf sowie der Kreis Düren als Partner die Bedeutung der Radroute erkannt, um sie mit weiteren Planungen umzusetzen. Es folgten zunächst 2011 die Erstellung einer Machbarkeitsstudie und ein Jahr später ein Förderantrag bei der Bezirksregierung Köln. Nach einem positiven Signal der Kölner Behörde und einer Zustimmung durch das zuständige NRW-Ministerium wurden die Arbeiten im vergangenen Jahr ausgeschrieben.

Anfang 2015 wurden die ersten Bauabschnitte zum Ausbau der ehemaligen Bahnstrecke aufgenommen und werden 2016 mit dem Anschluss an das Teilstück im Kreis Düren fortgesetzt. Besondere Merkmale des Radweges sind die weitgehend autofreie und konfliktarme Führung, geringe Steigungen, sichere Gestaltung von Querungen mit Straßen (Über- oder Unterführungen) sowie die zügige Befahrbarkeit. Mit dem Bodenaushub, Einbau von Frostschutzkies, Schottertragschichten und Asphaltfläche sowie einer durchschnittlichen Fahrbahnbreite von drei bis vier Metern entspricht der neue Bahntrassenweg höchsten Anforderungen.

Im Bemühen um eine möglichst einheitliche Umsetzung wurde der Kreis Düren mit der Strecke im Bereich der Gemeinde Aldenhoven bis zum Stadtgebiet Jülich ins Projekt einbezogen. Im so genannten Abstimmungstermin mit den beteiligten Kommunen wurden weitere regionale Planungen hinzugefügt. So wurden Vorschläge für eine mögliche Anbindung ans Forschungszentrum und die Fachhochschule erörtert.

Während das sechs Kilometer lange Teilstück im Gemeindegebiet Aldenhoven bereits asphaltiert ist, sind für den weiteren Verlauf des Bahntrassenradweges bis zum Endpunkt in Jülich noch größere Maßnahmen mit Verbreiterung, Bodenaushub, Trassierung und Asphaltierung erforderlich.

Eine vorgesehene Gesamtfertigstellung des Bahntrassenradweges wird nach den weiteren Bauabschnitten ist bis Ende 2016 vorgesehen.

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