Rurtalbahn muss Pausen-Wochenende auf Nordast Düren-Linnich einlegen

Neue Technik zwischen Düren und Linnich : Rurtalbahn muss ein Pausen-Wochenende auf dem Nordast einlegen

Auf dem Nordast der Rurtalbahn-Gleise zwischen Düren über Jülich nach Linnich laufen millionenschwere Investitionen an, die bis zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember den Einsatz modernster Technik und einen neuen Haltepunkt in Jülich beinhalten.

Damit das Großprojekt in weniger als vier Wochen überhaupt zeitlich zu stemmen ist, muss die Bahnverbindung von Düren nach Linnich am Wochenende 23. bis 25. November gesperrt werden. Busse übernehmen an diesen drei Tagen die Fahrgastbeförderung.

Das ist aber nur das Finale der Arbeiten, die mit der Schaffung neuer Kabelwege in Richtung Kreisstadt schon angelaufen sind. Wie Christoph Göddecke, Geschäftsbereichsleiter Planung bei der Rurtalbahn, im Gespräch mit der Redaktion erläuterte, muss das Unternehmen im Nordkreis Zeit gewinnen, um im Jülicher Nordviertel einen weiteren Haltepunkt „An den Aspen“ zu bauen, denn der benötige ein bis anderthalb Minuten im eng getakteten Fahrplan. Bislang gibt es diesen Puffer nicht, doch dafür sollen künftig gleich drei neue Stellwerke und neue Signaltechnik sorgen.

„Die Alttechnik aus den 90er Jahren mit entsprechend alter Rechnertechnik im Hintergrund ist mit einigen Restriktionen verbunden und kostet Fahrgeschwindigkeit. Mit ihr geht es einfach nicht so flink“, sagte Christoph Göddecke. Von daher werden die Stellwerke in den Bahnhöfen Krauthausen, Jülich und Linnich ausgetauscht. Sie „kommunizieren“ dann nicht nur untereinander, sondern auch direkt mit dem Zugleiter in Düren. Allein diese Maßnahme ist schon ein großer Eingriff, der auch die Sperrung erklärt: „Das alte System geht außer Betrieb, es gibt eine Pause, das neue System wird in Betrieb genommen“, erklärt Christoph Göddecke. Außerdem finden dann Prüffahrten statt, um die Funktionstüchtigkeit zu testen.

„An den Aspen“ entsteht derzeit ein neuer Haltepunkt, der mehrere Jülicher Schulen ab 9. Dezember besser anbindet. Foto: Guido Jansen

Im Niederzierer Ortsteil Krauthausen gibt es laut Göddecke auch Gleisbauarbeiten, denn am dortigen Bahnhof der Rurtalbahn wird es danach möglich sein, dass sich längere Züge begegnen. Bislang ging das auf dem Nordast nur in Jülich. „Auch dadurch gewinnen wir Flexibilität“, sagt der Planungschef des Verkehrsunternehmens.

Während diese Maßnahmen am 25. November beendet sein dürften, wird der Bau des neuen Haltepunktes „An den Aspen“ bis zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember dauern. Der neue Steig wird in der Stadt Jülich schon lange ersehnt, denn er bindet das Jülicher Schulzentrum mit Sekundarschule, Katholischer Grundschule und Musikschule sowie darüber hinaus die Schirmerschule auf kurzem Weg an die Bahn an.

Alles in allem investiert die Rurtalbahn auf diesem Streckenabschnitt über acht Millionen Euro in neue Technik und den neuen Haltepunkt.

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