Schophoven: Ruraue-Stadion wird Talentförderzentrum für Fußballerinnen

Schophoven: Ruraue-Stadion wird Talentförderzentrum für Fußballerinnen

Der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) hat im Schophovener Ruraue-Stadion sein Talentförderzentrum West für Mädchen eingerichtet. „Wir haben viele Sportanlagen gesichtet und geprüft“, meinten Verbandstrainerin Verena Hagedorn und Jugendbildungsreferentin Sandra Fritz, „aber an Schophoven kommt man einfach nicht vorbei“.

Vereinsvorsitzender Ludwig Schmitz begrüßte die FVM-Delegation zum ersten Training im Rur-aue-Stadion. „Wir sind zwar eines der kleinsten Dörfer im Verbandsgebiet“, meinte Schmitz in seinem kurzen Grußwort, „haben aber eine der schönsten und funktionalsten Sportanlagen im Umkreis“. Das bestätigten auch die Auswahltrainer(innen).

Dass der Frauenfußball immer schneller, athletischer, attraktiver und dem Männerfußball immer ähnlicher wird, war erst kürzlich bei der Europameisterschaft zu beobachten. „Ich würde mich freuen, wenn einige Spielerrinnen, die jetzt hier bei uns in Schophoven trainieren, sich in der Bundesliga etablieren könnten oder sogar bei der nächsten WM oder EM zu sehen sind“, konstatierte Schmitz.

DFB-Auswahlkader ist das Ziel

Talentsichtung und -förderung sieht der Verband als eine wesentliche Aufgabe und Herausforderung an, der er sich seit vielen Jahren mit hohem Engagement stellt. „Unser Ziel ist es“, so Verbandstrainerin Verena Hagedorn, „einige Juniorinnen mittelfristig in den DFB-Auswahlkader zu bringen. Momentan spielen fünf Mädchen von verschiedenen Jahrgängen in der DFB Auswahl. Nur Spielerrinnen mit hoher Qualität kommen zum Stützpunkt.

Im Talentförderzentrum Schophoven werden taktische und technische Fertigkeiten verbessert, sowie verschiedene Spielsituationen einstudiert und geübt. Zum Trainerstab gehören drei Trainerrinnen und ein Trainer, der mehrfach in der rumänischen Nationalmannschaft gespielt hat.

Das Training der U14-Juniorinnen beginnt um 17.30 Uhr, während die U16 direkt im Anschluss um 19 Uhr mit den Übungseinheiten startet. Ausgenommen sind Schulferien und Feiertage. Auch in den Wintermonaten wird das Training reduziert. Zusätzlich sind etwa fünf Freundschaftsspiele geplant.

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