Radaktionstag im Kreis Düren: Rund 600 Radler satteln ihre Drahtesel

Radaktionstag im Kreis Düren : Rund 600 Radler satteln ihre Drahtesel

Zahlreiche Teilnehmer haben an der zehnten Auflage des Radaktionstages des Kreises Düren teilgenommen. Dabei waren unter den Fahrradfahrern alle Altersgruppen vertreten.

„Woah“, wunderte sich ein Einwohner Rödingens, als die vielen Menschen ihre Drahtesel an ihm vorbeischoben, um nach der Hälfte der Strecke eine Pause im Leo-Lange-Haus einzulegen. Ihm gegenüber spähte eine ältere Frau durch weiße Vorhänge. Dann der Mann wieder: „Wo kommen die denn alle her?“

Die groß angelegte Fahrradaktion startete am Brückenkopf-Park. Hier meldeten sich die Fahrer vor Ort an und konnten gegen eine Gebühr den Fahrradhelm des Kreises Düren erwerben. Rund einhundert Stück waren in unter einer Stunde vergriffen. Dabei musste die Teilnehmerzahl vom Kreis Düren nach der Fahrt nach oben korrigiert werden. Ging man kurz vor Beginn noch von 500 Mitfahrern aus, teilte der Kreis Düren mit, dass über 600 Personen den Radaktionstag besucht hätten. Eine Rekordbeteiligung.

Unter den zahlreichen Menschen, die sich für den Start aufstellten, war auch Elfriede Harscheidt: „Ich nehme wegen des Spaßes am Fahrradfahren teil. Außerdem lernt man neue Leute kennen, das Wetter ist schön und darüber hinaus tut man auch noch etwas für seine Gesundheit.“

Auch Carlotta (8) stelle sich mit ihren Eltern und ihrem Bruder auf. „Ich bin schon letztes Jahr mitgefahren und es hat so viel Spaß gemacht“, sagte das Mädchen. Ihre Mutter, Melanie Schmitz-Schunken, sagte zu der geplanten Fahrt: „Die Strecke ist gut befahrbar und man lernt den Nordkreis kennen.“

Jedes Jahr ist die Route anders. In diesem Jahr rollte die lange Schlange der Fahrer vom Park aus über den Rurufer-Radweg und durch das Jülicher Land und am Forschungszentrum vorbei. „Mit gefällt es gut“, sagte der achtjährige Yannic zu der Tour, der den Solarturm, den er während der Tour gesehen habe, am coolsten fand. Jonas (7) erklärte, dass „die Berge runterfahren“ das tollste für ihn sei.

Dann wurde um die Sophienhöhe herum und an Stetternich vorbei Rödingen erreicht.

Dort rastete die Gruppe. Versorgt wurden sie hierbei mit reichlich Obst, Müsliriegeln und Fruchtschorle sowie Wasser. Darunter allein 500 Äpfel. „Wir versuchen, den Besuchern durch die Versorgung mit Lebensmitteln und schneller Hilfe bei Problemen auf der Strecke ein Rundum-Sorglos-Parket zu bieten“, sagte Michael Reichert, der Fahrradbeauftragte des Kreises Düren und weiter: „Außerdem können auf den Strecken, die immer anders sind, neue Ecken und Routen entdeckt werden.“

Nach einer guten halben Stunde ging die Fahrt weiter. Wie während des ganzen Aktionstages, achteten hier zahlreiche Lotsen auf das Einhalten der Route, den gesundheitlichen Zustand der Teilnehmer und halfen bei dem ein oder anderem platten Reifen. Hierbei wurden sie von der Polizei des Kreises Düren und den Maltesern unterstützt.

Während des Radaktionstages habe es dabei keine ernsten Zwischenfälle wie Unfälle oder Verletzungen gegeben, wie der Pressesprecher des Kreises Düren, Ingo Latotzki, sagte.

Allerdings berichteten mehrere Radfahrer, dass man wegen der vielen Teilnehmer und aus gegenseitiger Rücksichtnahme vor Kurven und Verengungen habe abbremsen müssen, um Kollisionen zu vermeiden.

Mit einem gemütlichen Tempo wurden anschließend Güsten, Spiel und Müntz durchquert. Nach einigen Stunden kehrten die Teilnehmer, die zuvor noch an Hompesch, Boslar und Tetz vorbeiradelten, wieder zum Brückenkof-Park zurück. Da in das Startgeld auch der Eintritt in den Park mit einbegriffen war, konnten sie dort den Tag ausklingen lassen. Dabei verteilte Landrat Wolfgang Spelthahn Stücke einer Jubiläumstorte anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Aktion an die Radler.

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