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„NoiseLess“-Reihe im Kulturbahnhof: Ruhige Musik und lautstarker Applaus

„NoiseLess“-Reihe im Kulturbahnhof : Ruhige Musik und lautstarker Applaus

Für die „Beets ’n‘ Berries“ war das „NoiseLess“-Konzert im Kulturbahnhof der perfekte Rahmen. Mit ihren sanft anklingenden Tönen passte die Gruppe bestens zum Grundgedanken der Kleinkunstmusikreihe, denn die Musiker brachten trotz Verstärker ihre Musik im Unplugged-Sound den Zuschauern zu Gehör.

Dabei hört sich die Musik an, als hätte man auf technische Unterstützung verzichtet und auf ein entspanntes Flair geachtet.

Vor den Besuchern, die ganz einer Wohnzimmeratmosphäre entsprechend an mit Teelichtern bestückten Tischen Platz genommen hatten, eröffneten so Natascha Wenrich (Gesang), Norbert Winzen (Akustikgitarre) und Ralf Hintzen (Keyboard) das Konzert mit „Calm After the Storm“ (The Common Linnets). Anschließend wurde die eher ruhige, besinnliche Musik von lautem Applaus durchbrochen.

Die Wurzeln der Gruppe in der jetzigen Besetzung liegen tatsächlich im Kulturbahnhof. So erzählte Winzen: „Bei einem Auftritt 2005 haben wir Natascha als Zuschauerin kennengelernt. Kurze Zeit später wurde sie unsere Sängerin.“ Auch Virginia Lisken, ihres Zeichens die Initiatorin der Kleinkunstmusikreihe „NoiseLess“, erinnerte sich daran. „Ich freue mich sehr, dass heute Musiker hier sind, die vor 13 Jahren hier schon gespielt haben.“

Im Tempo und auf die Essenz der Musik reduziert spielten die Musiker außerdem „Teenage Dream“ (Katy Perry). Das Besucher-Echo: „Super!“. Für den Musikstil des Abends prädestiniert fand auch „All around the world“ (Lisa Stansfield) seinen Platz in der Set-Liste, und passend zur Adventszeit spielten „Beets ’n’ Berries“ spontan „Home for Christmas“ (Maria Mena).

Einen kleinen Patzer im Text überspielte Natascha Wenrich charmant, und das Publikum zeigte mit lautem Applaus, dass sie sofort verziehen und die Gruppe schon ins Herz geschlossen hatten. „Eine schöne private Atmosphäre. Es gefällt mir sehr gut“, sagte Monika Maaßen, die das Konzert mit Martina Hentschel besuchte. Deren Kommentar: „Die Musik ist sehr abwechslungsreich und gut ausgewählt.“

(mio)