Freie Demokraten: Rückkehr in den Kreistag ist Ziel

Freie Demokraten : Rückkehr in den Kreistag ist Ziel

Die Freien Demokraten (FDP) haben ihren ersten Stadtparteitag seit zwei Jahren veranstaltet. Während des Events dominierte die Einigkeit der Mitglieder.

Damit waren auch die Neuwahlen des Vorstandes schnell abgeschlossen und das stets einstimmig. Zum ersten Vorsitzenden des Ortsverbandes wurde Wolfgang Steufmehl wiedergewählt. „Ich nehme die Wahl an und bedanke mich für das Vertrauen“, nahm er die Wahl an. Auch die Positionen des stellvertretenden Vorsitzenden und des Schatzmeisters blieben mit Markus Rohowsky und Alexander Gaillard unverändert.

Anschließend komplementierten Max Lenzenhuber und Frank Bourguignon den Vorstand als Beisitzer, wobei Bourguignon dieses Amt neu bekleidet. Dr. Thomas Heil wurde als Kassenprüfer bestätigt.

Im Kreishauptausschuss wird der Ortsverband zukünftig durch Wolfgang Steufmehl, Alexander Gaillard und Frank Bourguignon vertreten.

Bei dem Bericht des Schatzmeisters wurde durch den alten und neuen Schatzmeister Alexander Gaillard ein positives Fazit gezogen. Auch die Mitgliederzahlen in Jülich seien mit 26 konstant, so Steufmehl.

Zum Hambacher Forst bezog die FDP durch die Aussagen des Kreisvorsitzenden Alexander Willkomm und Landtagsmitglied Stefan Lenzen eine klare Stellung.

„Die dortige Situation zwischen Demonstranten, Polizei und Mitarbeitern von RWE Power eskaliert und wird noch weiter eskalieren“, sagte Alexander Willkomm. Der Vorsitzende forderte den Strukturwandel und die Einhaltung der Versprechen gegenüber Unternehmen und Bewohnern.

Auch zu den Demonstranten, die momentan für den weiteren Bestand des Hambacher Forstes eintreten, bezog Willkomm eine klare Position. „Der gewaltsame Protest, bei dem Polizisten angegriffen werden, hat mit freier Meinungsäußerung nichts mehr zu tun.“

Dann wendete Lenzen sich dem Landesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen zu, der im Hambacher Forst stattfinden soll. „Was soll das für ein Zeichen sein? Die Entscheidung für die Rodung des Hambacher Forsts kam von einer rot-grünen Regierung“, sagte Lenzen und fügte an: „Die Politiker müssen sich noch mal überlegen, was sie zu der momentan Situation sagen und dabei deeskalierend agieren.“

Auch Willkomm kritisierte die Planung der Grünen und verurteilte sie als verantwortungslos und lächerlich. „Wir können nur hoffen, dass nichts Ernsthaftes passiert, wenn die Rodungen beginnen.“

Neben der klaren Positionierung bezüglich des Waldes war der „liberale Marathon“ (Willkomm) immer wieder Thema. Dazu sagte der Kreisvorsitzende: „Wir wollen den Einstieg in den Kreistag wieder schaffen.“ Als weitere Ziele fügte er an: „Ein wichtiges Thema für uns ist der Strukturwandel. Dabei werden wir auch die kleineren Ortschaften mit unter 2000 Einwohnern nicht vergessen. Diese sind uns sehr wichtig.“

(mio)
Mehr von Aachener Nachrichten