Jülich: Rotary Club Jülich spendet dem Jugenheim Jülich sinnvolle Freizeitbeschäftigung

Jülich : Rotary Club Jülich spendet dem Jugenheim Jülich sinnvolle Freizeitbeschäftigung

„Es sind auch heute wieder neue Gesichter dabei“, stellt sichtlich zufrieden Jana Buß fest. Sie ist eine der beiden Honorarkräfte, die in der momentanen Ermangelung einer qualifizierten Fachkraftleitung die zwischenzeitliche Betreuungsaufgabe im städtischen Jugendheim übernehmen.

Zusammen mit Dirk Mommertz, der seit 1995 in der Einrichtung tätig ist, spricht sie von einem guten Zuspruch der Kinder und Jugendlichen im Raum Jülich für die hier gebotenen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. In einem geschützten Freiraum können die verschiedensten Interessen der jungen Leute ausgelebt werden.

Fitness- und Medienraum, Brett-und Gerätespiele, eine gut ausgestattete Küche für die Kochabende sowie im Sommer gern genutzte Außensportanlagen bieten vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Auch die Hilfestellung in schwierigen Alltagssituationen wird hier großgeschrieben.

„Das Bestehen eines solchen Angebotes ist unverzichtbar“, sagt der Leiter des Amtes für Familie, Generationen und Integration, Christoph Klemens. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Jugendlichen sich anders orientieren“, fügt er hinzu. Diese Meinung vertritt auch die Dezernentin Doris Vogel, für die „diese Einrichtung enorm wichtig ist, sie muss erhalten bleiben und sie muss für alle wichtig sein“. Das städtische Jugendheim wird von den Fördergeldern des Kreises Düren finanziert und wie alle öffentlichen Mittel sind diese begrenzt.

Die aufgeregten Dispute, die an diesem Abend in den gemütlichen Heimräumlichkeiten stattfinden, gestalten sich ein wenig schwierig. Ein fortwährendes, deutlich hörbares „puck, puck, puck“ übertönt die Gespräche. Ein neues „Spielgerät“ der höchsten Qualität wird von den jugendlichen Gästen des Hauses in Dauerbetrieb genommen. Ein Geschenk des Rotary Clubs Jülich-Herzogtum Jülich, ein Airhockeytisch, ist momentan das meistbegehrte „Freizeitspielzeug“ der Besucher.

Internationales Netzwerk

„Dank der netten Zusammenarbeit mit Frau Vogel bekommen wir Hinweise, wo wir aktiv werden können“, erläutert Dr. Norbert Seeger diese Spendeninitiative. Als Präsident der „Rotarier“ ist er mit seinen Clubkollegen/innen Ruth Tempelaars, Dr. Klaus Müller und Günther Hamacher selbstverständlich gern zur feierlichen „Taufe“ persönlich erschienen. Er erinnert sich, dass er als 16-Jähriger auch leidenschaftlich solch einen Tisch in Beschlag genommen hat und weiß, wie viel Spaß es den Jugendlichen bereiten kann. Er weiß auch, dass dieses Spielgerät in guten Händen ist und dass „es an der richtigen Stelle steht“.

Die Aufgabe, die sich ein Rotary Club stellt, von denen viele in einem internationalen Netzwerk arbeiten, ist die Rolle eines Sponsors, eines Unterstützers auf der gesellschaftlichen Ebene. Wo die Mittel am dringendsten gebraucht werden und die Hilfe am sinnvollsten ist, erfährt der seit fünf Jahren in Jülich und überregional aktive Club von Doris Vogel. „Sie haben immer ein offenes Ohr und Herz für die kleinen Lebenskatastrophen wie zum Beispiel eine drohende Stromsperre oder eine defekte Waschmaschine in einem Haushalt mit fünf Kleinkindern“, erzählt die Dezernentin.

Doris Vogel und Norbert Seeger wissen, dass es nichts Schöneres gibt, als in ein erleichtertes, freudiges Gesicht zu blicken. Das ist der höchste Gewinn. Was sie hier unterstützen, ist eine Initiative, die allen Altersgruppen und allen Nationen der in Jülich lebenden Jugendlichen behilflich sein möchte. Deshalb sei es wichtig, Einrichtungen zu Verfügung zu stellen, wo die Jugendlichen einen Freiraum ihres Vertrauens finden können. Ein Rückzugsort, wo bei Bedarf eine Person hilfsbereit mit offenem Ohr für die manchmal schwierigen Lebensumstände zur Verfügung steht.

Norbert Seeger: „Diese jungen Leute, die jetzt am Airhockeytisch spielen, sind unsere Zukunft, und auf diese können wir mit unserer sinnvollen Begleitung Einfluss nehmen.“

Und fügt noch einen Satz hinzu, dem alle im Jugendheim Anwesenden beipflichten würden: „Besser investiertes Geld gibt es nicht“.

(mavo)