Freialdenhoven: Punkt für Arnoldsweiler, Freialdenhoven verliert zwei Zähler

Freialdenhoven : Punkt für Arnoldsweiler, Freialdenhoven verliert zwei Zähler

Man kennt sich aus vielen Begegnungen, die im Ergebnis einigermaßen verteilt ausgingen. Diesmal war Borussia Freialdenhoven gegen Viktoria Arnoldsweiler als leichter Favorit in die Meisterschaftspartie des 18. Spieltags in der Mittelrheinliga gestartet. Am Ende hieß es 1:1 (1:1), die Punkteteilung entsprach auch der gleichwertigen Leistung beider Teams.

„Wir wollten keine Standards zulassen“, erklärte Frank Rombey hinterher. Seiner Viktoria war das auch weitestgehend geglückt, bis zur 29. Minute. „Das Tor habe ich klar kommen sehen.“ Von der linken Seite hatte Philipp Simon mustergültig einen Freistoß in den Strafraum gehoben, wo Kevin Kruth mit Torjägernase lauerte. Gegen seinen Kopfball aus kurzer Distanz war Gäste-Keeper Simon Ahrens machtlos.

Trainer Winnie Hannes treibt seine Borussia im Derby gegen Arnoldsweiler nach vorn. Foto: Krol

Genauso machtlos war sein Gegenüber Aleksandar Lovric im Tor der Borussia kurz vor der Pause. Ein krasser Abwehrfehler auf der linken Seite, ein Querpass, und gegen den Schuss von Meguru Odagaki bestand keine Abwehrchance. „Das war schlecht verteidigt“, ärgerte sich Trainer Wilfried Hannes. Der Rest war Taktik, viel kämpferischer Einsatz auf beiden Seiten in einer sehr fairen Partie und kaum Torchancen. Ein typisches Derby.

„Ich hatte davor gewarnt, die Borussia zu Standards in unserer Hälfte kommen zu lassen.“ Die Taktik von Trainer Rombey ging auf. In der ersten halben Stunde sahen die Zuschauer viele Fehlpässe und Ballverluste, häufig auf Seiten der Viktoria. Das frühe Pressing von Freialdenhoven zeigte durchaus Wirkung, allerdings machten die Akteure zu wenig daraus. Ungenaue Flanken, Torschüsse auf den benachbarten Parkplatz und Missverständnisse unter den Spielern brachten die Gäste nicht wirklich in Verlegenheit. „Mit so einer Leistung kannst du leicht sogar verlieren“, stellte Hannes nüchtern fest. Für ihn ging die Punkteteilung in Ordnung, die Leistung stellte ihn keinesfalls zufrieden.

Da hatte es Rombey leichter, denn der hatte vorher klar gesagt: „Gegen Freialdenhoven ist es ein Spiel, wo wir wollen, aber nicht müssen.“ Besonders in der zweiten Halbzeit bewiesen seine Spieler, dass sie konnten, auch wenn sie nicht trafen. Der Trainer verwies in dem Zusammenhang auf den sehr schmalen Kader, der jedoch in der Lage sei, sich in der Mittelrheinliga zu behaupten.

Leistung nicht bestätigt

Der Anspruch für Wilfried Hannes ist ein anderer, besonders mit Blick auf das Pokalspiel. „Manch einer hat wohl geglaubt, die Leistung von Breinig ließe sich so einfach wiederholen, aber das geht nicht.“ Für seine Spieler bedeutet der bescheidene Erfolg auch den deutlichen Hinweis, dass die Trauben im Fußball von Spiel zu Spiel immer hoch hängen.

(tm)
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