Punk-Konzert im Jülicher Kulturbahnhof

Punk-Konzert in Jülich : Rauhfaseridyll und Punk im Kulturbahnhof

Im Kulturbahnhof hat ein Punk-Konzert stattgefunden. In der gut gefüllten Kneipe feierten so die Zuschauer Musik mit bewegungsförderndem Rhythmus und Texten mit Botschaften.

Den Anfang machte „Karlsson“. Tobi Peters (Gesang, Gitarre), Kilian Bungert (Gesang, Bassgitarre), Marius Reißner (Gitarre) und Lukas Klein (Drums) brachten dabei deutschsprachigen Emo-Punk zu Gehör. Einflüsse ihres musikalischen Schaffens sieht die Gruppe in Bands wie „Matula“ und „Jupiter Jones“. Dabei machte „Karlsson“ auf der Bühne den Namen ihres neuen Albums öffentlich.

„Rauhfaseridyll“ wird die CD heißen. Das ist eine Bezugnahme auf einen der zwölf Titel des Albums, der denselben Namen wie das Album hat. „Der Song fasst unser Album gut zusammen“, sagte Tobi Peters hierzu. „Mit den Mitteln, die man hat, ist es schwierig, sich seine eigene Oase zu schaffen“, sagte Lukas Klein zu dem Song und Kilian Bungert weiter: „Man arrangiert sich mit seiner Situation und schafft sich so sein Idyll.“

Offiziell veröffentlicht wird das Album am Freitag, 15. Februar, im Sonic Ballroom in Köln. Karten im Vorverkauf können unter anderem dort erworben werden. Vor feierndem Publikum spielte die Gruppe auch „Und es ändert nichts“. Der Song ist ebenfalls auf dem Album zu finden. Dazu Bungert: „Es geht um einen Alkoholiker, der seinen Pflichten nicht nachkommt und seinen Frust im Alkohol ertrinken möchte. Seine Probleme löst das nicht.“ Auch Titel aus den Anfängen spielte die Gruppe. Passend zur Jahreszeit zeigte die Gruppe beispielsweise „Schneemann“.

Mit „Skin of Tears“ ging danach eine Gruppe auf die Bühne, die den Esprit der alten Zeiten des Kulturbahnhofs (KuBa) wiederaufleben lässt. Die Band hat sich 1995 gegründet und hat die Besucher des KuBas über Jahrzehnte begleitet. Toto Löhnert (Gesang), Christian Schwandt (Bassgitarre), Andreas Buschhorn (Drums), spielten eine Mischung aus Punk Rock und Melodic Core, überraschte aber auch mit schnellen Tempo- und Genrewechseln. So konnte auf einen recht schnellen Core-Titel auch mal ein Song folgen, der der Musikrichtung Reggae zuzuordnen ist.

Trotzdem ließen sich die Zuschauer, die sich während des Auftritts immer dichter vor der Bühne versammelten, davon nicht irritieren und feierten den Auftritt über mit. Die Gruppe spielte beispielsweise „New Horizon“, der „einen Aufbruch in ein neues Leben beschreibt“, wie Löhnert sagte. Zu Ehren der „Buzzcocks“ brachte das Trio auch „Ever Fallen in Love (With Someone You Shouldn’t Have)“ zu Gehör. Dabei feierten die Besucher und die Band in Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Sänger der Gruppe, Pete Shelley.

(mio)
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