Juelich: Punk-Band „Cryssis“ zurück im KuBa

Juelich : Punk-Band „Cryssis“ zurück im KuBa

Für ein besonderes musikalisches Highlight hat die britisch-deutsche Band „Cryssis“ im Kulturbahnhof gesorgt. Die Punk-Musiker um Sänger Dick York und Schlagzeuger Vom Ritchie haben mittlerweile drei Alben veröffentlicht und sich eine feste Fangemeinde auch in Jülich erspielt.

Zusammen mit Bassist Thomas Schneider und Gitarrist Trip Tom existiert die Band seit 2009 und beschreibt ihre Musik als melodischen Punkrock, der aus einem dominanten Gitarrensound mit englischen Texten besteht.

York und Ritchie kennen sich seit den 70er Jahren und haben früher schon einmal gemeinsam Musik gemacht. Nach der Auflösung der ersten Band hängte York die Gitarre zunächst an den Nagel und Ritchie spielt mittlerweile als Schlagzeuger der Toten Hosen. Seit der Bandgründung von Cryssis finden die Musiker zwischen ihren Engagements in unterschiedlichen Bands immer wieder die Zeit, neues Material einzuspielen und auf eine ausgedehnte Clubtour zu gehen.

„Es ist immer wieder ein magischer Moment, wenn wir alle zusammen sind und jeder seine Ideen in unsere Musik mit einbringt“, berichtet Sänger Dick York im Interview. Nach den beiden Alben „Kursaal Nights“ und „Simple Men“ kamen die Musiker diesmal ohne Gitarrist Trip Tom in die Herzogstadt, um ein Unplugged-Konzert zu ihrem neuen Album „1976“ zu geben.

Zeitreise durch drei Alben

„Wir haben hier in Jülich noch nie einen schlechten Abend erlebt und freuen uns auf ein tolles Konzert“, berichtet York weiter. „Es ist so ein Gefühl, wie alte Freunde zu treffen, wenn wir hier in gemütlicher Atmosphäre unsere Musik spielen können“, ergänzt Ritchie zufrieden. Beide schätzen bei einem Unplugged-Konzert die direkte Kommunikation mit dem Publikum und freuen sich, die bekannten Songs in einem völlig neuen musikalischen Gewand zu präsentieren. Das Konzert in Jülich wurde eine Zeitreise durch die drei erschienenen Alben und das Publikum konnte selbstverständlich alle Texte mitsingen.

Unterstützt wurden York, Ritchie und Schneider von Violinistin Laura Knapp. Der Abend begann mit „Everythings a Lie“ vom aktuellen Longplayer, gefolgt von „Words“ und „Fighting in Brighton“. Weitere Band-Klassiker waren „Simple Men“, „Could it be“ und natürlich der Titelsong des neuen Werks „1976“. Dieses Jahr ist für York laut eigener Aussage ein bewegendes Jahr gewesen und hat ihn zu dem Titel inspiriert. Nach weiteren Liedern wie „Never forget“, „Don‘t you know“ und „Girls like you“ neigte sich ein sehr kurzweiliger Abend dem Ende zu, doch ohne Zugabe durfte die Band nicht die Bühne verlassen. Diese wurde auch prompt mit „London“, „Too close“ und „Mr. Jack“ geliefert und mit viel Applaus bedacht, und „Cryssis“ werden garantiert nicht das letzte Mal in Jülich gespielt haben.

(bw)
Mehr von Aachener Nachrichten