Jülich: Proteste stärken den Erhalt des Jülicher Trommelwäldchens

Jülich: Proteste stärken den Erhalt des Jülicher Trommelwäldchens

Dass das Jülicher Trommelwäldchen viel mehr ist, als eine „mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche”, wie es im Bundeswaldgesetz heißt, machten einige Anwohner des Jülicher Nordviertels vergangene Woche im Bürgerausschuss der Stadt deutlich.

„Im Grunde ist es ein städtischer Friedhof, und den sollte man in Ruhe lassen”, hieß es aus den Reihen der anwesenden Bürger. Überhaupt ginge es bei dem Thema viel zu nüchtern zu. Der Geschichte des Trommelwäldchens und die Bedeutung für die Bürger sei nicht zu unterschätzen, so der Tenor unter den Anwohnern.

„Das ist eine Kostbarkeit. Diese menschliche Seite soll man um Himmelswillen nicht zweitrangig behandeln”, meinte einer der anwesenden Bürger. Und der Ton gegenüber der Verwaltung wurde schärfer. „Man hat früher um dieses Trommelwäldchen gekämpft und man sollte es auch heute tun.” Früher - damit ist 1996 gemeint. Schon damals hatte es viel Wirbel um das Trommelwäldchen gegeben. Der Protest gegen eine mögliche Bebauung der grünen Lunge war damals erfolgreich.

Ähnlicher Widerstand trifft die Verwaltung, was die derzeitigen Verkaufsabsichten betrifft. Hintergrund der Diskussion im Bürgerausschuss war der Antrag von Rechtsanwalt Peter Dech, der „jeglichen Verkauf des Trommelwäldchens oder auch von Teilflächen an private Eigentümer” verhindern möchte.

In die Fachausschüsse

Auf breite Unterstützung stieß der Antrag dabei nicht nur unter den Bürgern. Da half es auch nichts, dass Beigeordneter Martin Schulz erklärte, dass jegliche Umwandlungen einer Waldfläche auch immer eines entsprechenden Ausgleichs bedürfen.

Einstimmig beschloss der Ausschuss, den Antrag an die entsprechenden Fachgremien weiterzuempfehlen. Der Protest der Bürger hat also einen ersten Erfolg erzielt.

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