Jülich: Polizei überprüft braune Kameradschaft

Jülich: Polizei überprüft braune Kameradschaft

Für die Jülicher Polizei war der Einsatz am frühen Samstagnachmittag auf einem Parkplatz an der Linnicher Straße letztlich ohne Nachhaltigkeit.

Mit mehreren Einsatzwagen waren die Ordnungshüter angerückt, um eine Personengruppe zu überprüfen, die offenbar dem rechten Spektrum zuzuordnen war, wie Polizeisprecher Ralf Meurer auf Anfrage bestätigte.

Bei den elf Personen, die überprüft wurde, handelte es sich um Anhänger der „Kameradschaft Aachener Land” (KAL) und der NPD. Sie stammten aus dem Kreis Düren und den Nachbarkreisen.

Dass die Neonazis am Ehrenmal auf dem Friedhof an der Linnicher Straße eine unangemeldete Kundgebung abgehalten hätten, wie die die Antifa Düren auf ihrer Internetseite mit Berufung auf Szenekreise darstellt, bestätigte Meurer nicht.

Die „nicht sehr kooperative” Gruppe habe über sich über ihre Vorhaben nicht geäußert. Gestützt wird die Vermutung der Antifa von einer schwarz-weißen Fahne und einem „Trauerkranz”, die von der Gruppe mitgeführt wurden. Beides habe keinen rechtswidrigen Gehalt gehabt, wie Meurer betonte. Zur Überprüfung wurde der Staatsschutz in Aachen eingeschaltet.

Die Gruppe verließ nach dem Kontakt mit der Polizei den Parkplatz. Ihr konnte weder ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht noch eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit nachgewiesen werden.

Ob sie sich an einer Gedenkversammlungen in Hürtgenwald beteiligen wollte, ist reine Spekulation. Dort sind Kundgebungen mittlerweile verboten.

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