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Polizei ermittelt Hintergründe der Fahndung von Jülich

Nach wilden Whatsapp-Gerüchten : Polizei ermittelt Hintergründe der Fahndung von Jülich

Am Donnerstag ist ein Mann in Jülich mit einem Hubschrauber gesucht worden. Bei den Anwohnern machten sich schnell verschiedene Gerüchte breit. Inzwischen hat die Polizei ermittelt, was im Ortsteil Koslar geschehen war.

Die Polizei fahndete seit etwa 11.40 Uhr nach dem Mann. Der Grund dafür ist inzwischen bekannt: Der 34-Jährige hatte einen Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens in Koslar bedroht und versucht zu nötigen. Doch was genau war geschehen?

Der Mitarbeiter hörte Knallgeräusche von außerhalb des Firmengeländes und wollte nachsehen, wo diese herkamen. Er traf dabei auf den später Gesuchten, der eine Schusswaffe hervorholte. Als der Mitarbeiter sich entfernte, hörte er einen weiteren Knall und verständigte die Polizei. Der Mann war ihm bekannt. Bereits vor zwei Wochen war er an der Anschrift erschienen und hatte die Herausgabe seines Autos gefordert. Dieses war im Jahre 2015 sichergestellt und zwischenzeitlich verwertet worden.

Der Tatverdächtige flüchtete und es folgte eine weiträumige Fahndung nach ihm. Hierbei wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Die Fahndung führte schließlich um kurz nach halb fünf in der Dürener Innenstadt zum Erfolg. Der Mann konnte widerstandslos festgenommen werden. Die Schusswaffe, bei der es sich um eine Schreckschusswaffe handelte, konnte sichergestellt werden.

Neben der oben beschriebenen Tat werden dem 34-Jährigen auch diverse Sachbeschädigungen zum Nachteil unter anderem von Geldinstituten in Düren und Jülich aus den vergangenen Wochen zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft Aachen beantragte den Erlass einen Untersuchungshaftbefehls, über den noch am Freitag ein Haftrichter entscheidet.

Am Donnerstag verbreiteten sich rasend schnell mehrere Gerüchte im Raum Jülich. Es solle sich um einen „Amoklauf“ oder einen entflohenen Straftäter handeln, wurde in Whatsapp-Sprachnachrichten berichtet. Diese erwiesen sich aber schnell als falsch.

(red/pol)