JülIch: Personelle Unterstützung für Jülicher Stadtentwicklung

JülIch : Personelle Unterstützung für Jülicher Stadtentwicklung

Unter Arbeitsmangel hat die Stadtentwicklungsgesellschaft Jülich (SEG) noch nie gelitten. Sie war und ist die „Allzweckwaffe“ der Stadt, um Gewerbeflächen zu erschließen, Bauland zu entwickeln, Wirtschaftsförderung zu betreiben und den Wohnungsbestand zu verwalten: mit zweieinhalb Leuten. Aber das war einmal.

Geschäftsführer Frank Drewes, Martin Jungmann und Daniela Engler freuen sich über Zuwachs im Team, denn große weitere Aufgaben sind zu stemmen. Stadtplanerin Hannah Jeworowski und Wirtschaftsgeograph Christian Seel verstärken die SEG beziehungsweise auch die zweite Gesellschaft unter dem Dach des Jülicher Rathauses: die Campus Merscher Höhe (CMH) GmbH. Christian Seel wird sich für die Gesellschaft, die das interkommunale Gewerbegebiet Brainergy-Park auf die Erfolgsspur setzen will, mit voller Kraft engagieren.

Christian Seel und Hannah Jeworowski (von links) verstärken das Team der Stadtentwicklungsgesellschaft mit Daniela Engler, Martin Jungmann und Geschäftsführer Frank Drewes. Foto: Uerlings

Da ist reichlich Arbeit im Hintergrund zu leisten, denn das von der Stadt Jülich und den Gemeinden Niederzier und Titz gemeinsam geplante Projekt wird nur im schlechtesten Fall ein „normales“ Gewerbegebiet von 52 Hektar Größe: und zwar dann, wenn sich die Idee von der Spezialfläche, auf der sich Firmen und Forscher der Schlüsselbereiche Energiewende und Neue Energien ansiedeln und eng vernetzen, nicht umsetzen lässt.

Aber daran glaubt niemand wirklich, wenngleich der Weg dorthin noch steinig ist, da Fördergelder in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe zu beschaffen sind. Zwischenzeitlich sind die Gemeinden Titz und Niederzier durch einstimmige Ratsbeschlüsse der CMH beigetreten. „100 Prozent Zustimmung — das finde ich beeindruckend“, sagt Frank Drewes und wertet die Signale von den kommunalen Partnern auch als Vertrauensvorschuss für ein Projekt, das es so noch nie gegeben hat.

Unterdessen ist die Vermarktung des Baugebietes Alte Fachhochschule gestartet, auf der zunächst 54 Grundstücke verkauft werden. Martin Jungmann, der die Bauflächen-Entwicklungen bei der SEG verantwortet, hat mit Hannah Jeworowski nun eine Kollegin an der Seite, die sowohl als Stadtplanerin oder auch in der Projektsteuerung eingesetzt wird. Auf kurze und mittlere Sicht sollen in Jülich natürlich weitere Grundstücke entstehen. „Wir sind dann in der Lage, vielleicht auch mal an drei oder vier Baugebieten parallel zu arbeiten“, erklärt Geschäftsführer Frank Drewes, der natürlich wie seine Kollegen weiß, dass durch die (noch) anhaltende Niedrigzinsphase die Nachfrage nach Flächen für Eigenheime auf hohem Niveau bleibt.

Die Stadtentwicklungsgesellschaft fasst nach der Alten FH die Erweiterung des Baugebietes Lindenallee am östlichen Stadtrand mit Blickrichtung Stetternich ins Auge, wo die Abschnitte II und III mit insgesamt über 120 Grundstücken realisiert werden sollen. Der zweite Abschnitt mit 68 Flächen könnte mit einer Änderung des vorhandenen Bebauungsplans vielleicht schon 2019 rechtskräftig werden. Der dritte Abschnitt wird laut Frank Drewes noch etwas Zeit brauchen, da hier auch Doppel- und Reihenhäuser sowie größere Einfamilienhäuser denkbar seien.

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