Barmen: Overbacher Kammerchor präsentiert Musik aus vier Jahrnhunderten

Barmen: Overbacher Kammerchor präsentiert Musik aus vier Jahrnhunderten

Unter ersten Frühlingsanzeichen und bei lauen Temperaturen füllte sich die Klosterkirche von Haus Overbach in Barmen zum Chorkonzert. Der Overbacher Kammerchor und Solisten sowie Solisten des Overbacher Kammerorchesters unter der Leitung von Kerry Jago luden zu geistlicher Chormusik aus vier Jahrhunderten ein.

„Nach dir, Herr, verlanget mich“ lautete der Titel und das Programm der Veranstaltung. Die musikalische Einstimmung erfolgte durch „Pater Noster“ von Igor Strawinsky (1882-1971). Klare Stimmen, unterstützt von einer außergewöhnlichen Akustik, entführten den Zuhörer sogleich in die Welt der sakralen Musik. Gleich mehrere Stücke von Heinrich Schütz folgten (1585-1672) mit „Lobe den Herren, meine Seele“ und den Solisten Johanna Hoppstock (Sopran), Ursula Wilden (Alt), Dieter Werner (Tenor), und Andreas Weller (Bass). Lara Wolff (Sopran) und Alexandra Borghs (Alt) übernahmen die Soli in „Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen“.

Eine Überraschung bot sich den Konzertgästen zu „Locus Iste“ von Anton Bruckner (1824-1896) aus dem 19. Jahrhundert. Der Chor veränderte seine klassische Aufstellung und gruppierte sich um das Publikum. Die fantastischen Stimmen erfüllten den Sakralraum aus unterschiedlichen Positionen.

Die Töne umarmten das Publikum und boten einen ergreifenden Hörgenuss. Nach Werken aus dem 16. und 17. Jahrhundert von Johann Hermann Schein (1586-1630) schloss sich „A Hymn to the Virgin“ von Benjamin Britten aus dem 20. Jahrhundert an.

Auch Werke von Johann Sebastian Bach (1685-1750) wie Partita Nr. 3 E-Dur mit Johanna Hoppstock an der Violine, bereicherte das Konzert, ebenso die Kantate „Nach dir, Herr, verlanget mich“ mit Lara Wolff (Sopran), Marion Armbruster (Alt), Axel Müller-Riedel (Tenor) und Klaus Neumann (Bass) und der Unterstützung des Overbacher Kammerorchesters, Johanna Hoppstock, Ulrike Erdtmann (Violine), Jens-Uwe Grooß (Cello), Raimund Scholl (Fagott) und Michael Mohr (Continuo).

Das Konzert endete mit „Ave maris stella“ von Edvard Hagerup Grieg (1843-1907). Zum Schluss ertönte großer Beifall für ein stimmiges Konzert, es gab weiße Rosen für das Kammerorchester und stürmischen Applaus für Chorleiter Kerry Jago und seine Solisten.