Jülich: Offener Titelkampf nach Urteil am grünen Tisch

Jülich: Offener Titelkampf nach Urteil am grünen Tisch

Unerwartet kommt noch mehr Spannung in den Meisterschaftskampf zwischen dem aktuellen Tabellenführer Alemannia Bourheim und dem Hambacher Spielverein in Gruppe 1 der Kreisliga B. Hintergrund ist die Sonntagspartie zwischen Aldenhoven/Pattern und dem kleinen HSV. Die endete 1:1, wird aber nachträglich mit 2:0 und drei Punkten für Hambach gewertet. Der Grund: Aldenhoven/Pattern setzte — unbeabsichtigt — einen Spieler ein, der noch Rot gesperrt war.

Der Aldenhovener Spieler wurde nach seinem zweiten Platzverweis in dieser Saison mit einer Sperre von vier Wochen alternativ vier Spielen gesperrt. So weit so gut. Daran hielt nicht nur er sich, sondern auch die Verantwortlichen der Spielgemeinschaft. Drei Spiele setzte der Gesperrte aus, als dann der FC Krauthausen auf die Austragung des Spiels gegen Aldenhoven/Pattern verzichtete und die Partie ausfiel, ging man davon aus, dass damit die vierwöchige Sperre erledigt sei.

Dem war aber nicht so. „Dieses Spiel gilt als nicht ausgetragen, folglich setzte dann laut unseren Statuten die vierwöchige Sperre ein. Und die endete erst am 11. Mai“, sagt Staffelleiter Hermann-Josef Franken. Damit war der nun zum Einsatz gekommene Akteur für das Sonntagsspiel gegen Hambach noch gesperrt.

Dieser Regelverstoß endet nun mit der nachträglichen Wertung am grünen Tisch. Der Spieler erhält eine weitere vierwöchige Sperre, und damit ist das Titelrennen wieder offen.

Am Sonntag muss Bourheim in Aldenhoven/Pattern antreten und das Spiel gewinnen, um sich den Vorsprung von jetzt aktuell drei Zählern gegenüber Hambach zu erhalten. Hambach tritt dann auf eigenem Platz gegen den SC Jülich1910/97 an. Der SC empfäng vier Tage später im Karl-Knipprath-Stadion die Alemannia aus Bourheim. Und beide Titelaspiranten müssen dann noch gegen den SC Ederen spielen, der damit zum Zünglein an der Waage werden könnte. Hambach spielt am vorletzten Spieltag bei der Mannschaft von Spielertrainer Georg Rothkranz, die Alemannia wird im letzten Spiel zu Hause auf den SC Ederen treffen.

„Egal wie das Rennen ausgeht: Am 1. Juni geht nach dem letzten Spiel die Post ab. Das haben sich die Jungs verdient, sie haben eine tolle Saison gespielt, es wird eine tolle und lange Party geben“, prophezeit Alemannias Trainer Olaf Becker.

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