Offen geführtes Lokalderby mit Viktoria Arnoldsweiler

Mittelrheinliga : Borussia Freialdenhoven festigt die Fußballherrschaft im Kreis

Aufgabe gut gelöst, Vorherrschaft im Kreis unterstrichen. Borussia Freialdenhoven verließ auch bei Viktoria Arnoldsweiler mit einem 3:1-Sieg (1:0) den Rasen und kletterte damit auf den zweiten Tabellenplatz, weil Bergisch Gladbach beim FV Hennef patzte.

Dennoch war Trainer Wilfried Hannes nicht rundum glücklich. „So ein Spiel musst du einfach gewinnen, auch wenn das nicht immer schön anzuschauen war“, grummelte der derzeit erfolgsverwöhnte Trainer ein wenig. Denn er sah eine in der ersten Halbzeit durchaus überlegene eigene Elf, die den Gegner ständig beschäftigte und immer wieder gefährlich vor das Tor von Viktoria-Keeper Simon Ahrens kam.

Hannes hatte mit Hussein Alawie einen zweiten Torjäger auf den Rasen gebracht, der im Mittelfeld aushelfen sollte. Was dieser jedoch ein wenig nachlässig beherzigte, so dass die Gastgeber ein paar Mal durchaus gefährlich nach vorne kombinieren konnten. Freialdenhovens Schlussmann Stefan Kemmerling musste dank einer sehr souveränen Verteidigung nur selten eingreifen und verlebte einen ansonsten sehr ruhigen Nachmittag.

Die Unzufriedenheit von Hannes resultierte sicher auch aus den zu häufigen Fehlpässen und Ballverlusten seiner Akteure. Besonders in der ersten Hälfte leisteten sie sich davon zu viel. Umso erstaunlicher die Führung durch Alawie, der in dieser Situation genau die Torjägerinstinkte zeigte, die notwendig sind. Denn die Flanke von Oskar Tkacz von rechts landete zunächst bei Pascal Schneider auf der linken Seite. Dessen Hereingabe verfing sich in den Verteidigerbeinen, und Alawie nutzte den Moment der Unsicherheit der Gäste.

Als dann urplötzlich die Viktorianer durch Brooklyn Merl (75.) den Ausgleich schafften, stachen die beiden Joker, die Hannes zehn Minuten vorher eingewechselt hatte. Yannick Kuhnke musste lange auf seinen Einsatz warten, vielleicht war das die Motivation, sich bei der Ballannahme durchzusetzen und zu treffen. Und auch der zweite Joker Leon Ruhrig traf (80.) und entschied damit auch das Spiel.

Gute Bank

„Wir können uns freuen, auch wenn wir wissen, dass wir es besser können“, zollte Hannes der technisch guten Viktoria-Mannschaft damit Respekt, denn die hatte es immer wieder geschafft, den Rhythmus von Freialdenhoven empfindlich zu stören. Das Spiel zeigte auch, dass der Borussia derzeit eine gute Auswechselbank zur Verfügung steht, die Konkurrenz unter den Spielern tut der Mannschaft gut. (tm)

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