Öffentliche Mülleimer als Kostentreiber in Inden?

Bis zu 40 Prozent mehr : Öffentliche Mülleimer als Kostentreiber in Inden?

Die Abfallgebühren in der Gemeinde Inden steigen im neuen Jahr deutlich - um bis zu 40 Prozent. Eine der wesentlichen Ursachen wurde von Teilen der Politik angezweifelt, am Ende konnten die Daten aber nicht entkräftet werden.

Die Gemeindeverwaltung spricht selbst von „enormen“ und „drastischen“ Kostensteigerungen. Das sieht auch der Gemeinderat Inden so, der aber die neuen Gebührensätze für die Müllentsorgung bei zwei Nein-Stimmen (der Grünen) doch auf den Weg brachte. Die Abgaben für die Abfallentsorgung in der Gemeinde steigen um bis zu 40 Prozent, was von der Verwaltung gut zur Hälfte mit höheren Personalkosten begründet wird, die vom Bauhof zur Entleerung und Entsorgung von Straßenabfalleimern, Beseitigung „Wilden Mülls“ und die Bewirtschaftung der Glascontainer-Stellplätze aufgewendet würden.

„200 Ist-Arbeitsstunden“ seien bislang zur Gebührenberechnung für diese Positionen zugrunde gelegt worden, erläutert die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Bei einer Nachkalkulation vergangener Jahre seien aber höhere Personalkosten ermittelt worden, so dass nun mit 1200 Stunden à 34,82 Euro gerechnet würde. Das macht satte 41.784 Euro. „Das entspricht ja einer Ein-Mann-Stelle, die nur Mülleimer entleert“, fragten mehrere Ratsvertreter gleichermaßen zweifelnd wie kritisch, konnten die Kosten aber auch nicht entkräften. Allerdings fließen in die neuen Gebührensätze auch ein Verlustvortrag von 30.000 Euro, eine um gut 10.000 Euro gestiegene Umlage an die RegioEntsorgung und gut 10.000 Euro höhere Arbeitsplatzkosten beim Bauhof ein. Im Ergebnis verteuern sich die kleinen Müllgefäße besonders. Eine Verbesserung gibt es auch: Die Bioabfall-Gefäße (120 und 240 Liter) werden um 5,86 Euro beziehungsweise 3,85 Euro günstiger.

Die Indener Restmüllgebühren (bei jeweils 14-tägiger Leerung): 60 Liter-Gefäß 129,67 Euro (+ 40 % / 36,77 Euro), 120 Liter 210,88 Euro (+ 29,4 % / 47,93), 240 Liter 373,28 Euro (+ 23 % / 70,24), 770 Liter: 1090,58 Euro (+ 18,3 % / 168,80), 1100 Liter: 1620,59 Euro (+ 18,8 % / 255,94).Die Gebühren für den Rest-Abfallsack von 2 Euro bleibt ebenso unverändert wie die für den Bio-Abfallsack (3,50  Euro).

(-vpu-)