Siersdorf: Nur ein Kuss kann den Prinzen retten

Siersdorf: Nur ein Kuss kann den Prinzen retten

Aus dem Märchenfundus der Gebrüder Grimm ist die Begebenheit um den „Froschkönig” mit dem verzauberten Prinzen hinlänglich bekannt. Doch was der Theaterverein „Einigkeit” bot, war etwas völlig Neues und Überraschendes.

Nicht nur die Hauptfiguren mit „Prinzessin und Froschkönig”, sondern es waren auch die mitgestaltenden Darsteller, mit denen vor allem recht seltsame und zum Teil lustige Figuren dem ganzen Märchenspiel ein abgerundetes und erheiterndes Stimmungsbild gaben.

Gerade in dieser doch recht wirkungsvollen Ausgestaltung können die Siersdorfer Laienspieler auf ein bewährtes Repertoire von erfahrenen wie auch jugendlichen Darstellern zurückgreifen. Aus dieser Mischung hatten Liesel Koenigs und Claudia Hüllenkremer in der Spielleitung mit geschickter Auswahl eine harmonisierende Spielschar zusammengestellt.

Um den zum Frosch verzauberten Prinzen (Karsten Leese), der seine Verwandlung nur mit einem Kuss vom schönsten Mädchen erlangen kann, und der spielerisch fröhlichen Prinzessin (Silke Hüllenkremer) scharten sich der besorgte „treue Heinrich” (Jürgen Schlenter), der findige Kellermeister (Martin Ohlenforst), die naive Kammerfrau (Rosi Brendt), der listige Page (Leonie Prinz), die diensteifrige Wäscherin (Lena Veletanlic) und der um das Wohl aller besorgte König (Helmut Jakob).

Ein märchenhaft ausgestattetes Bühnenbild, die verständlich gesteuerte Lautsprecheranlage, die stimmig ausstaffierten Kostüme und die sprachliche Führung durch Souffleuse Silvia Schlenter gaben dem ganzen Gepräge des Märchenspiels eine abgerundete Atmosphäre.

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