Inden: NRW-CDU-Fraktionschef Laumann am Indemann

Inden: NRW-CDU-Fraktionschef Laumann am Indemann

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im NRW-Landtag, Karl-Josef Laumann, hat sich in Inden dafür ausgesprochen, „dass die Kommunen wieder stark werden”. Durch einschnürende Regelungen und die Übertragung von Aufgaben durch Bund und Land habe es in den vergangenen Jahren eine „Entmachtung” der Städte und Gemeinden gegeben, so dass nur noch das gesetzliche Pflichtprogramm erfüllt werden könne.

Laumann am Indemann: „Das macht keinen Spaß.” Denn „man muss gestalten können”. Eine „Rekommunalisierung” sei wegen der Bürgernähe geboten. „Da wohnt der Mensch” und benötige dort öffentliche Daseinsvorsorge wie Kita, Grundschule oder Sportverein. Und der Mensch benötige auch Heimat. „Ich will nicht, dass Familien zehnmal umziehen.” Er selbst, ein westfälischer „Dorfmensch”, wisse aus seiner Zeit als Kommunalpolitiker, dass man mit wenig Mitteln hohes ehrenamtliches Engagement auslösen könne.

Im Zuge des Bevölkerungsrückgangs werde es einen „Kampf der Regionen um junge Leute” geben, dann könne das Land nur gegenüber den Ballungsräumen bestehen, wenn es attraktive Dörfer gebe. Abschreckendes Beispiel sei das zentralistische Frankreich: „Auf dem Land ist nichts mehr los.” Laumann ist überzeugt, dass die Braunkohle noch „über einen längeren Zeitraum” gebraucht werde, weil der Zubau bei den Erneuerbaren Energien nicht so schnell voranschreite.

Der Tagebaubetrieb bedeute zwar „gewaltige Einschnitte” für die Menschen und die Landschaft, aber er sei positiv überrascht von den Erfolgen der Neugestaltung. Er glaube schon, sagte er mit Blick auf die Großstädte am Rhein, dass der geplante „Indesche Ozean” neue Perspektiven für die Region und ihre Menschen schaffe. „Es geht um Arbeitsplätze”, fügte der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz (CDU) hinzu. Die Aussichtsplattform Indemann ist, so Bürgermeister Ulrich Schuster, schon jetzt ein „unglaublicher Publikumsmagnet” mit bis zu 3000 Besuchern an den Wochenenden.