Noiseless Konzert mit Thin Crow im Kuba Jülich

18. Noiseless-Geburtstag : Thin Crow entführt Jülicher Publikum nach London

Anlässlich des 18-jährigen Bestehens der Musik-Reihe „NoiseLess“ in Jülich hat die Band „Thin Crow“ mit zahlreichen Besuchern im Kulturbahnhof eine musikalische Reise durch London unternommen.

Die Musiker boten einen unterhaltsamen Mix aus Musik, Geschichte und einem Hauch Geografie. Dabei saßen die Zuschauer in einem mit der englischen Flagge geschmückten Raum. Auf den Tischen standen englische Snacks bereit, und an der Theke gab es englisches Bier.

Das ausverkaufte Konzert begann damit, dass sich der Sänger von „Thin Crow“, Michael Dorp, einen Zeigestab schnappte und sich einer Karte Londons zuwandte. „Die Band ‚The Who‘ stammt aus dem Stadtteil Acton. Das ist ungefähr hier“, sagte er und umkreiste mit dem Stock einen bestimmten Punkt auf der Karte. Nach weiteren Ausführungen spielte Dorp, zusammen mit dem instrumentalen Multitalent Roger Weitz (Keyboard, Mandoline, E-Gitarre, Bassgitarre, Percussion) und dem Herzblut-Gitarristen Michael Rick, „I Can’t Explain“ von „The Who“.

In den folgenden drei Stunden bekam das Publikum einen tiefgehenden Einblick in die Musikgeschichte Londons. Immer wieder tauchen Details auf, die allgemein bekannt sind. So beispielsweise das Bild von den „Beatles“, die über einen Zebrastreifen gehen. Hier erklärte Michael Dorp: „Das Bild ist direkt vor dem Tonstudio entstanden, in dem die Gruppe gerade aufnahm.“ Heute heißt es „Abbey Road Studios“. Auch hier zeigte „Thin Crow“ mit „Come together“ ein passendes Lied. Der Song stammt von dem Album „Abbey Road“.

Daneben erfuhren die Hörer beispielsweise, dass das Londoner Viertel „West End“ im Zentrum der Stadt liegt und früher das Herz der Theaterszene war, oder das „Led Zeppelin“ Akustiksongs rausbrachte, weil das Landhaus, in das sie sich zum Schreiben zurückgezogen hatten, keinen Strom hatte.

Immer wieder bejubelten dabei die Zuschauer das musikalische Können des Trios – auch während der Songs. „Wir saßen kurz nach Beginn des Konzerts noch auf dem Sofa. Dann sind wir auf die Veranstaltung gestoßen, haben kurz im Internet reingehört und sind so schnell wie es ging hierhin gefahren“, sagte Besucher Josef Kaiser und weiter: „Es wird ein schöner Überblick geboten, und die Atmosphäre ist genial.“

Auch Fabian Schröter zeigte sich zufrieden: „Ich kenne die Gruppe über fünf Jahre. Wenn sie in der Umgebung spielen, sind wir dabei. Ich mag die Musik, die sie covern.“

Auch über das erste „Hard Rock Cafe“ der Welt erzählte Michael Dorp. Früher sei dort ein Burgerladen gewesen, in dem Eric Clapton gerne aß. „Da der Laden nach seinen Konzerten meist voll war, fragte er den Manager, was er tun könne, um immer einen Platz zu bekommen“, sagte Dorp. „Der Manager hängte eine von Claptons Gitarren über einen der Sitzplätze.“

Nach weiteren Einsendungen von Instrumenten verschiedener Bands wurde aus dem Laden schließlich ein „Hard Rock Cafe“.

Bei der letzten Zugabe griff Michael Rick zur Flöte. Mit „The Star of the County Down“ endete das Konzert. Das Publikum honorierte das gelungene Programm mit Standing Ovations.

„Es ist richtig voll geworden“, sagte Virginia Lisken, die Organisatorin von NoiseLess, und weiter: „Der Abend war fantastisch. Das Publikum, die Stimmung, das Motto London – alles hat gepasst.“

(mio)
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