Niklas Schregel aus Siersdorf ist Kandidat bei „The Voice of Germany“

Auf die große Bühne : Niklas Schregel aus Siersdorf ist Kandidat bei „The Voice of Germany“

Ganz spontan hat sich der 25-jährige Siersdorfer Niklas Schregel bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ beworben – und prompt für das Vorsingen qualifiziert. Wie das ausging, ist noch geheim. Wie es sich auf der großen Bühne angefühlt hat, hat er aber schon verraten.

Nur mit der eigenen Stimme überzeugen. Das möchte Niklas Schregel aus Siersdorf in der Casting-Show „The Voice of Germany“. Nach zwei Vorrunden, zuerst in Köln und dann in Berlin, hat sich der 25-Jährige für die so genannten „Blind Auditions“, zu Deutsch „Blindes Vorsingen“, qualifiziert. Dort präsentierte er sich der fünfköpfigen Jury: Alice Merton, Mark Forster, Sido, Rea Garvey und Nico Santos. Die konnten den jungen Musiker aber gar nicht sehen, denn sie saßen, wie üblich in der Sendung, mit dem Rücken zur Bühne. Bewertet werden soll nämlich allein die Stimme.

Dass sich Schregel bei der Casting-Show angemeldet hat, war sehr spontan. „Im Dezember saß ich mit meiner Mutter vor dem Fernseher und wir haben zusammen eine Musiksendung geguckt“, sagt er. Dabei sei ihm die Idee gekommen, es auch mal mit seiner Stimme im Fernsehen zu probieren. Kurzerhand bewarb sich Schregel dann bei „The Voice of Germany“.

Das musikalische Talent wurde ihm quasi schon in die Wiege gelegt, denn die Schregels haben eine eigene Familienband, in der Vater, Schwager, Sohn und ein Freund zusammen musizieren. Niklas Schregel singt dort die zweite Stimme. Bei der Casting-Show zum ersten Mal als „Alleinunterhalter“, wie er es nennt, auf der Bühne zu stehen, war für den 25-Jährigen noch ungewohnt. Sicher ist er sich aber, dass er das Erlebnis auf der großen Bühne genossen hat. „Ich war sehr aufgeregt, ich hatte noch keine Erfahrung alleine auf der Bühne“, sagt Schregel. „Aber es hat viel Spaß gemacht und die Jury war sehr herzlich.“

Vererbte Affinität zum Rock

Da sein Vater es rockig mag, hat die Familienband auch gerne Stücke von Juror Rea Garvey gespielt. Bei seinem Aufritt hat Schregel den Musiker persönlich kennengelernt „Es war cool, mit Rea ins Gespräch zu kommen“, berichtet der Siersdorfer von seiner „Blind Audition“. Neben der gewissermaßen vererbten Affinität zum Rock, findet sich Schregels Lieblingsmusik im Soul und R’n’B, aber auch die sogenannten Singer-Songwriter-Stücke liegen ihm. Das sind Lieder, die von einem einzelnen Sänger selbst geschrieben und begleitet werden.

Damit das noch besser funktioniert, hat Schregel sich selbst das Gitarrespielen beigebracht. Mit Akkorden und Videos aus dem Internet feilte er vor allem während der Studienzeit an seinen Instrumentalfertigkeiten. Dabei war Schregel ziemlich weit weg von zu Hause, denn für das Studium im Fach Business Management an der Montana State University lebe er vier Jahre in den USA. Nun, als selbstständiger Vermögensberater tätig, wohnt Schregel wieder in seinem Elternhaus in SIersdorf.

Er beschreibt sich selbst als Familienmensch, hat zwei Geschwister und ist vierfacher Onkel. Und auch sportlich ist der 25-Jährige mit seiner Heimat verwurzelt, denn er kickt im Mittelfeld für den VfL Vichttal in der Mittelrheinliga. Dreimal in der Woche steht er dafür beim Training auf dem Platz und absolviert am Wochenende die Ligaspiele. Das alles macht er neben dem Job und der Musik. „Inzwischen mache ich mir beim Thema Fußball nicht mehr so viel Stress“, sagt Schregel. „Früher war ich ehrgeiziger, jetzt ist der Fußball eben ein Hobby und ich kriege das ganz gut unter einen Hut.“

Seinen Auftritt bei den „Blind Auditions“ hat Schregel bereits hinter sich gebracht, viel mehr darf er allerdings noch nicht verraten, denn sein Debüt auf der großen Bühne wird erst am Sonntag, 15. September, ausgestrahlt. Auch ob er weiter dabei ist, bleibt selbstverständlich bis dahin geheim. Eine außergewöhnliche Erfahrung, ist er sich aber schon heute sicher, war der Auftritt definitiv.

Mehr von Aachener Nachrichten