Tischtennis-Bundsesliga: Neuzugang Dennis Klein sieht noch viel Luft nach oben

Tischtennis-Bundsesliga : Neuzugang Dennis Klein sieht noch viel Luft nach oben

Wenn der TTC Indeland Jülich am Sonntag beim Tabellen-Primus Borussia Düsseldorf antritt und der frisch gebackene Europameister Timo Boll den Gästen das Tischtennisleben schwer machen wird, ist einer dabei, der seinen Bundesliga-Einsatz zunächst einmal als Lernzeit begreift.

Der 21-jährige Dennis Klein nutzt sein Bundesliga-Engagement für den TTC Indeland, um Erfahrungen zu sammeln und um besser zu werden.

Zwischen Saarbrücken und Düsseldorf pendelnd, muss der junge Tischtennis-Profi einigen „Herren dienen“. Denn seine Lehrgänge für die U23-Mannschaft bringen es mit sich, dass fünf Trainer versuchen, einen Spitzensportler aus ihm zu formen. „Ich höre jedem zu, was er sagt, denn ich kann von jedem was mitnehmen“, beschreibt Klein. Und ergänzt die unausgesprochene Frage: „Am Ende entscheidet der Spieler.“ Denn die Hinweise seiner Trainer können durchaus in verschiedene Richtungen weisen.

Letzter Platz

Bislang hat das noch nicht den durchschlagenden Erfolg gebracht. Die Jülicher Profis liegen auf dem letzten Tabellenplatz. Dennoch erklärt Dennis Klein: „Mit meiner Spielweise bin ich durchaus zufrieden, mit den Ergebnissen allerdings nicht.“ Das kann er auch nicht, Platz 41 in der Spielerrangliste lässt sehr viel Raum nach oben.

Er trainiert zwei bis dreimal am Tag, nicht nur an der Platz, Krafttraining gehört auch dazu. Für einen Tischtennisspieler ist eine gute Stabilität wichtig, Bauch, Rücken und Schultern müssen mit ausreichend Muskulatur ausgestattet sein. Aber das Schnellkrafttraining bildet daneben einen wichtigen Schwerpunkt. „Ich arbeite ständig daran, dass mein Schlag noch härter wird.“

Für Dennis Klein kommt es bei den Spielen besonders auf die mentale Stärke an. „Die Vorbereitung auf ein Spiel beginnt bei mir am Abend vorher.“ Bereits beim Einspielen bekommt der Ballartist, der von sich behauptet, ein wenig abergläubisch zu sein, ein Gefühl für seine Leistungsfähigkeit. Wichtig sei in der Halle auch sein Vertrauen in den Trainer. „Ich versuche, auf das zu hören, was er sagt.“ Dennoch kommt die Botschaft nicht immer an.

Und nach der Niederlage? „Ich mache mir hinterher viele Gedanken über das Spiel. Aber dann muss ich es abhaken und mich auf die neue Aufgabe vorbereiten.“

(tm)