Jülich: Neues Pflaster auf dem Jülicher Schlossplatz?

Jülich : Neues Pflaster auf dem Jülicher Schlossplatz?

Der Jülicher Schlossplatz ist ein beliebter Veranstaltungsort, der eigentlich ganzjährig angenommen wird: bei der Karnevalszeltdisco, beim Weihnachtsmarkt, beim Weinfest, bei der Bierbörse oder natürlich beim Kunsthandwerkerinnenmarkt.

Allerdings hinterlassen manche Events je nach Jahreszeit immer noch ihre Spuren, vor allem wenn der Boden durchnässt ist. Das sorgt dann für Beschwerden. Die Stadtverwaltung hat nun im Haushaltsentwurf 2018 einen Vorschlag unterbreitet, der Nägel mit Köpfen machen soll. Der Bürgermeister und die Fachabteilungen regen an, den zentralen Veranstaltungsbereich zu pflastern.

Das soll rund 100.000 Euro kosten, die im Etatentwurf zu finden sind und die in der ersten Beratungsrunde am Donnerstag diskutiert wurden. „Wir sollten die Eventfläche vernünftig gestalten — inmitten eines schönes Parks“, sagte Verwaltungsleiter Axel Fuchs nach Rückfragen der Politiker. Gleichzeitig ist diese Idee auch die Bewertung eines Versuchs, der im Jahr 2014 gestartet wurde, denn damals wurde der Veranstaltungsbereich als „Schotterrasen“ neu angelegt, der deutlich tragfähiger sein sollte als der Zustand zuvor.

Aber da wächst nix mehr nach Veranstaltungen, und die Furchen, die durch Auf- und Abbauten gezogen werden, sind auch nicht viel schöner als vorher.

Grünen-Fraktionschef Dr. Lutz Baumgarten nahm am Vorgehen der Verwaltung Anstoß: „Es stört mich, dass die Verwaltung beschlossen hat, dass dort gepflastert wird. Es ist doch nirgends beschlossen worden.“ Damit kritisierte er, dass ein solches Vorgehen nicht in einem Fachausschuss erörtert worden ist. „Einen Ausschuss zu befassen, ist richtig“, pflichtete ihm Harald Garding (SPD) bei.

Er regte an, mit einer solchen Maßnahme und einer Investition von 100.000 Euro zu warten, bis sich abzeichnet, was alles im Rahmen eines Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) in der Jülicher Innenstadt geschehen soll, was im besten Fall ja auch gefördert würde. Axel Fuchs entgegnete, dass es noch Jahre dauern kann, bis es zu einer Umsetzung des IHK kommen wird.

Der Bürgermeister erläuterte, dass der Verwaltungsvorschlag vorsieht, die Oberschicht von 12 Zentimetern Höhe abzutragen und neues Pflaster zu verlegen, um so einen stabilen Untergrund zu schaffen. Nach Informationen unserer Zeitung sind auch Maßnahmen vorgesehen, die den Platz besser als bislang absichern, was ja inzwischen bundesweit von Sicherheitsbehörden gefordert wird (zum Beispiel Eingangssperren).

In den weiteren Haushaltsberatungen Mitte März wird sich die Politik zu dem Vorschlag endgültig positionieren.

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