Neues Buch über Jülich gestern und heute

Neuauflage : Neues Buch über Jülich gestern und heute

Aktueller geht es für ein Buch kaum: Stichtag für die Neuauflage des Buchs „Jülich gestern, Jülich heute“ ist der 15. Oktober. Viele wichtige Dinge, die sich bis dahin in Jülich ereignet haben, sind enthalten in der überarbeiteten Auflage des Titels, der jetzt im Verlag Jos. Fischer erschienen ist.

Und deswegen musste auch ein neues Foto der Malerin her, der Frauenskulptur, die stadtauswärts vor dem Hexenturm steht. Angeregt hatte das neue Foto die jüngste Enkelin von Alt-Bürgermeister Heinrich Nieveler. „Opa, das ist Mist“, sagte sie mit Blick auf das Bild der Malerin, das innen im Einband der ersten Auflage zu finden ist. Die Malerin trägt ein Kleid. Und in der ersten Auflage ist das tiefblau und hat damit mit dem aktuellen Zustand – von der Witterung verursachte hellblaue, verwaschene Batik-Optik – nicht viel gemein. „Das ist richtig“, kommentierte die Nieveler-Enkelin das Foto in der Neuauflage.

Die Kleidfarbe der Malerin ist nicht das einzige, was das Autoren- und Macherteam für die Neuauflage neu gemacht hat. Verleger Wolfgang Hommel fasst den Sinn des Buchs knapp und präzise so zusammen: „Es dokumentiert, was aus der Festungsstadt geworden ist.“ Wer Jülich gestern, Jülich heute“ wahrnimmt, der kann den Wandel der Stadt von der frühen Neuzeit bis heute nachvollziehen. Beispielsweise, indem er im Verlauf des Buches erkennt, wie die heutige Hauptschlagader der Stadt, die Große Rurstraße, sich herausgebildet hat.

„Die Schullandschaft hat sich geändert, die Haupt- und die Realschule gibt es nicht mehr. Haus Oberbach hat einen neuen Träger“, sagte Nieveler, der sich mit Wolfgang Gunia vom Bürgerbeirat Historische Festungsstadt für die Texte verantwortlich zeichnet. Gunia hebt einen weiteren Unterschied zur ersten Auflage hervor: Dank Harald Kochs Arbeit gebe es eine optische Verbesserung. „Mit der Überarbeitung der vielen Festungspläne spielen wir jetzt in einer ganz anderen Liga“, sagte Gunia. Die Pläne zeigen das Gestern, deuten aber auch das Heute an. Das gilt auch für Bilder, von der aktuellen Luftaufnahme bis zur historischen Skizze.

Erschienen ist das Buch „Jülich gestern, Jülich heute“ im Verlag Jos. Fischer. Es hat 254 Seiten im DinA4-Format. Eigentlich 255, weil es die Seiten 95a und 95b gibt. Es kostet 24 Euro. „Wir bringen damit einen erfolgreichen Bestseller aus dem vergangenen Jahr im neuen Gewand auf den Markt. Die Nachfrage war immer wieder da“, sagte Wolfgang Hommel.

(jan)
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