Neue Leader-Managerin in Jülich

Rheinisches Revier an Inde und Rur : Karin Piesch folgt Marco Johnen als Leader-Managerin in Jülich

Personeller Wechsel bei der Lokalen Aktionsgruppe Rheinisches Revier an Inde und Rur: Karin Piesch folgt als neue Regionalmanagerin auf den Jülicher Marco Johnen, der im Herbst zum Rhein-Erft-Kreis gewechselt ist, wo er als Referent für Strukturwandel im Team von Landrat Michael Kreuzberg arbeitet, der ja auch in der Kommission für Wachstum, Beschäftigung, Strukturwandel (im Volksmund „Kohle-Kommission“) tätig ist.

Die gebürtige Aachenerin kommt nach eigenen Worten „aus dem Handwerk“, ist Schreinerin und Architektin. Sie hat im vergangenen Jahrzehnt Quartiersentwicklung im Kölner Bezirk Ehrenfeld und auch in Lindlar betrieben und arbeitet nun an der Seite der verbliebenen Regionalmanagerin Lucia Blender in der Geschäftsstelle im Technologiezentrum Jülich.

Das Revier an Inde und Rur ist eine Leader-Region, in der von der Europäischen Union in einem bestimmten Zeitraum Projekte finanziell gefördert werden, die den ländlichen Raum entwickeln und bestimmte Kriterien erfüllen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) firmiert als Verein und erhielt eine stattliche Mitgift aus Brüssel: Fördergelder von 3,1 Millionen Euro fließen in Projekte der Gemeinden Aldenhoven, Inden, Langerwehe, Merzenich, Niederzier, Titz sowie der Städte Jülich, Linnich und Teilen von Eschweiler. Korrekter: Sie sind zu einem Teil – etwa der Hälfte – schon geflossen. Vom Radweg über das Aktionsprogramm Streuobstwiesen, einen Teil des Projektes Jugendkirche, den rheinischen Energielehrpfad oder das Programm „Kompetenz mit Demenz“ reicht die inhaltliche Bandbreite.

Antragsteller sind vielfach Vereine. „Aber auch kleine Unternehmen können sich bewerben. Das Leader-Programm eignet sich gut zum Ausprobieren“, sagte Dr. Maria Schoeller, stellvertretende Vorsitzende des Vereins LAG, auch mit Blick auf den erforderlichen Eigenanteil von 35 Prozent bei der Vorstellung der neuen Regionalmanagerin.

Karin Piesch und Lucia Blender beraten Interessenten und Antrag­steller und bei Bewilligung bis zum Ende der Projektförderung 2023. Die Mittel müssen bis 2020 beantragt werden. Am 10. Februar endet übrigens die erste Frist zur Auswahl von Projekten 2019. Nähere Informationen unter Tel. 02461/8018165 und im Netz: www.inde-rur.de.

(-vpu-)
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