Aldenhoven: Neue Konzerthalle „Live Music Hall Rockheaven“ bietet sich Bands an

Aldenhoven : Neue Konzerthalle „Live Music Hall Rockheaven“ bietet sich Bands an

Im Ortsteil Dürboslar der Gemeinde Aldenhoven hat die „Live Music Hall Rockheaven“ eröffnet. Bei dem Projekt sollen Bands eine Bühne bekommen. Abzüglich der Bühne und der Theke, die sich im hinteren Teil der Halle befinden, bieten die 120 Quadratmeter reine Publikumsfläche 300 Besuchern Platz.

Die beiden Betreiber von Rockheaven heißen Michael Hauch und Tommy Gregel. Die Idee zu Rockheaven ist auf Gregel zurückzuführen. Dieser hat mit Rockheaven eine persönliche Vorgeschichte. „Die Musik ist mein Leben. Ich komme aus einer Musikerfamilie und wollte schon immer etwas in dieser Richtung machen. Aber mich interessierte mehr der technische Bereich der Konzerte, und ich wollte die Bands zu den Leuten bringen.“

Der Tontechniker hat bereits Rockheaven-Konzerte in Café „A Genne Komm“ in Eygelshoven veranstaltet. Nach der Schließung des Cafés suchte Gregel einige Monate nach einem neuen Veranstaltungsort. „Dass ich diese Lokation gefunden habe, ist totaler Zufall. Ich musste eine Baustelle umfahren und bin dabei auf die Gaststätte ‚Zum Jägerheim‘ aufmerksam geworden.“

Nach Vorstellung des Businessplans war Michael Hauch, dessen Eltern die Gaststätte ‚Zum Jägerheim‘ früher betrieben, sofort dabei. „Ich habe Gastronomie im Blut. Und durch das Projekt kommt man mit Künstlern und den Gästen in Kontakt“, sagte er zu seinen Beweggründen, bei Rockheaven mitzumachen, und weiter: „Außerdem hoffen wir, damit Kosten decken zu können.“

Nun arbeiten Gregel und Hauch für Rockheaven als Team zusammen, wobei Gregel die Betreuung und die Buchung der Bands und Hauch die Buchhaltung und die laufende Gastronomie übernimmt.

Zuerst aber musste der Veranstaltungsraum, der mehrere Jahre für Familienfeste genutzt wurde, für die Konzerte angepasst — sprich entkernt und umgebaut — werden.

Mit einer Investition von rund 70.000 Euro wurde ab Januar dieses Jahres mit den Arbeiten begonnen. Begonnen wurde mit der Entfernung des abgehängten Deckenteils sowie alter Lampen. „Da sich ein Fenster direkt am geplanten Bühnenaufgang befand, haben wir dieses zugemauert, damit niemand hindurch fällt, der Raum abgedunkelt und der Schall gedämpft wird“, sagte Hauch zu einer weiteren Umbauaktion.

Damit nicht genug wurde bei den Streicharbeiten ein Wasserschaden in der Decke gefunden, der noch beseitigt werden musste.

Nach der Erneuerung der kompletten Elektrik sowie dem Bau einer Bühne, die, wie alles andere auch, in Eigenarbeit und mit der Hilfe von Freunden gefertigt worden sei, so Hauch, konnten Licht- und Tonanlage in die Music Hall einziehen — die Basis eines jeden Konzerts.

Nun schmücken ganze 84 Scheinwerfer unterschiedlichster Art den Bühnenbereich, die je nach Konzert von Steuereinheiten in der Halle gelenkt werden können. Darunter auch 12 Scanner und Moving Heads, die im Zusammenspiel mit vier Nebelmaschinen und zwei Vertikalneblern, bei denen Rauchsäulen aus dem Boden schießen, Lichtsäulen durch den Raum tanzen lassen.

Für den Ton sorgen vier Lautsprecher, die an der Decke hängen, genannt Topteile, und sechs Subwoofer, die sich unter der Bühne befinden. Gesteuert werden diese während des Konzerts von Gregel an einem 32-Kanal-Digitalpult. „Damit kann ich auch bei dem Schlagzeug jede einzelne Trommel regeln“, beleuchtete dieser die technischen Möglichkeiten.

Am einem Freitag im April eröffnete Rockheaven schließlich. Nun finden dort an Freitagen und Sonntagen ab 20 Uhr Konzerte statt. Darüber hinaus gibt es, bis auf einige Ausnahmen, jeden zweiten Sonntagvormittag ab 11 Uhr eine Musikmatinee.

Die nächste Veranstaltung der „Indoor Music Hall Rockheaven“ ist eine Musikmatinee mit „Professor Bottleneck“, der am heutigen Samstag ab 11 Uhr dort seinen Blues präsentieren wird.

Rockheaven befindet sich an der Geilenkirchener Straße 1b in Dürboslar. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und Konzerttermine unter:

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