Jülich: Nach Unfall: 15-Jähriger erfindet Fantasiepersonalien

Jülich: Nach Unfall: 15-Jähriger erfindet Fantasiepersonalien

Um seine Unfallbeteiligung zu vertuschen, hat ein 15-jähriger Mopedfahrer am Mittwoch nicht nur falsche Personalien erfunden.

Gegen 15.00 Uhr war es im Stadtteil Barmen zu einem Verkehrsunfall mit Sachschaden in geschätzter Höhe von etwa 1.000 Euro gekommen.

Als ein 52 Jahre alter Erkelenzer mit seinem Pkw von einem Parkplatz am Gymnasium Haus Overbach auf die Franz-von-Sales-Straße auffahren wollte, prallte er mit einem aus seiner Sicht von links kommenden Mopedfahrer zusammen, der seiner Meinung nach mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren war. Am Auto entstand Blechschaden.

Beim Personalienaustausch war der Jugendliche dann sehr findig. Nach einigen plausibel erscheinenden Ausflüchten, warum seine Eltern derzeit nicht erreichbar seien und weshalb er keine Ausweisdokumente bei sich führe, notierte er auf Bitten des 52-Jährigen seine kompletten Personalien auf einem Zettel und verabschiedete sich dann.

Zu Hause berichtete er seiner Mutter, dass Unbekannte an der Schule von seinem Kraftrad das Kennzeichenschild entwendet hätten, woraufhin die Erziehungsberechtigte den Diebstahl anzeigte und ein neues Versicherungskennzeichen für ihren Filius besorgte.

Nachdem dem 52-Jährigen klar wurde, dass der am Unfall beteiligte Jugendliche ihm Fantasiepersonalien mitgeteilt hatte, erstattete er Anzeige wegen Unfallflucht. Der polizeiliche Sachbearbeiter ermittelte anhand des vom Geschädigten notierten Kennzeichens und konfrontierte am Donnerstag den angeblich bestohlenen 15-Jährigen mit dem Sachverhalt.

Nach anfänglichem Leugnen räumte der in Bedburg wohnhafte Jugendliche seine Unfallbeteiligung und das Vortäuschen des Kennzeichendiebstahls schließlich ein.

Die Polizei hat ein Strafverfahren gegen den Minderjährigen eingeleitet und wird jetzt auch eine Untersuchung des Zweirades hinsichtlich technischer Veränderungen durchführen.

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