Musikförderpreis: Lions Club Jülich lädt ein

Klavier, Violine und Trompete : Lions Club Jülich lädt zum Musikförderpreis ein

Auf einen musikalischen Hattrick bringt es in diesem Jahr der Musikförderpreis für Kinder und Jugendliche in Jülich. Der älteste der drei Lions Clubs in der Herzogstadt wird am 5. April zum dritten Mal diesen Preis ausloben.

Wie die Organisatoren nach dem bereits erfolgten Auswahlvorspiel verraten, dürfen sich die Konzertgäste auf einen dritten Volltreffer der musikalischen Art freuen. „Die Besucher unserer zwei vorangegangenen Wettbewerbskonzerte in der Schlosskapelle konnten sich bereits von dem hohen Niveau überzeugen“, sagt Juryvorsitzender, Prof. Stefan Palm. „Die in diesem Jahr zum Finale zugelassenen Stücke sind noch anspruchsvoller und kommen einem ausgewachsenen Konzert sehr nahe.“

Acht Teilnehmer aus der Region in zwei Altersklassen (bis zwölf Jahren und zwischen 13 und 18 Jahren) präsentieren im rund zweistündigen Abendprogramm selbst ausgewählte Werke der berühmten aber auch der einem breiten Publikum womöglich weniger bekannten Komponisten. So erklingen am Klavier sowohl die Noten von Wolfgang Amadeus Mozart als auch eine Komposition von Franz Xaver Brixi, einem tschechischen Tonkünstler des achtzehnten Jahrhunderts.

Der argentinische Musiker und Begründer des „Tango Nuevo“, Astor Piazolla, sowie Felix Mendelssohn Bartholdy und ein weiteres Mal der Wiener Klassiker Mozart stehen im Repertoire von drei jungen Violinisten.

Pietro Baldassari und Jan Křtitel Jiři Neruda werden auf Trompeten und Maestro Antonio Vivaldi am Fagott interpretiert. „Die Kinder und Jugendlichen bekommen bei unserem Musikwettbewerb nicht nur die Möglichkeit, als Solisten ihr Talent vorzustellen“, betont Stefan Palm. „Die große Besonderheit ist der Auftritt in Begleitung eines professionellen Orchesters in so jungen Jahren.“

Neben den hochemotionalen Momenten und der unschätzbaren Erfahrung eines öffentlichen Konzerts, die allen Finalisten zuteilwerden, können sich die Sieger auch auf eine materielle Anerkennung freuen.

Die besten Leistungen werden von der Jury mit Preisgeldern von 300 Euro in der höheren Altersklasse und 200 Euro in der jüngeren honoriert. Vier Teilnehmer erhalten den Sonderpreis der Jülicher Stiftung Vox Musicae von jeweils 100 Euro, und mit einem Wahlzettel kürt das Publikum seinen Favoriten in beiden Altersklassen für den Preis von jeweils 50 Euro.

„Wir als Lions Club Jülich richten den Musikförderpreis unwahrscheinlich gerne aus“, sagt Udo Zimmermann. „Es ist uns mittlerweile eine Herzensangelegenheit, die Kinder und Jugendlichen an die Musik selbst und erst recht an die Musik in Form eines Konzerts heranzuführen.“

Die musikalische Erziehung sei ein wichtiger Baustein in der Entwicklung, folgerichtig sind alle Kinder und Jugendlichen als Konzertgäste herzlich und mit einem freien Eintritt eingeladen. Eine Konzertkarte für Erwachsene, die an der Abendkasse gekauft werden kann, kostet zehn Euro. Die Konzerteinnahmen werden von den Lions für ein weiteres Projekt verwendet. „Allein von den Eintrittsgeldern könnten wir unseren Musikwettbewerb nicht ausrichten“, erklärt Udo Zimmerman. „Doch wir können diese Mittel für ein weiteres soziales Konzept nutzen, deshalb freuen wir uns ganz besonders über viele Konzertgäste.“

Obwohl alle organisatorischen Abläufe und die Veranstaltungslogistik von den Lions als ehrenamtliche Aufgabe verstanden werden, sind die finanziellen Ausgaben nicht unerheblich. „Es sind professionelle Musiker eines Streichorchesters, die wir für die Zusammenarbeit mit den Solisten zu den Proben und zum Konzert einladen. Zudem können allein die Ausleihgebühren von bestimmten Noten mehrere Hundert Euro betragen“, weist Stefan Palm auf einige der anfallenden Kosten hin.

Diese werden mit großzügigen Spenden der Gäste von „Ohrenschmaus und Gaumenkitzel“ getragen, die auf Burg Obbendorf in Hambach mit musikalischen und kulinarischen Künsten verwöhnt werden. Weil aller guten Dinge drei sind, wird die Initiative des Musikförderpreises des Lions Clubs Jülich zu einem Triple-Projekt rund um das Thema Musik.

Der Restbetrag aus Spenden und die Konzerteinnahmen des vergangenen Wettbewerbs haben mehreren Flüchtlingskindern das Kennenlernen von Musikinstrumenten an der Jülicher Musikschule ermöglicht und dadurch zur Integration in der neuen Umgebung beigetragen. „Da haben wir das junge Ende unserer Gesellschaft bedacht“, berichtet Prof. Dr. Michael Schöning. „In diesem Jahr greifen wir uns das andere Ende vor und tun etwas Schönes für die Senioren.“

Angedacht und bereits in der Vorbereitungsphase ist ein Konzert in der Schlosskapelle mit den Preisträgern aller drei bis dahin ausgetragenen Musikwettbewerbe.

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