Mühlenstraße weiter gesperrt: Prüfung der Tragfähigkeit nach Gasunfall

Nach Gasunfall in Siersdorf : Tragfähigkeit der Mühlenstraße muss geprüft werden

Nach dem Gasunfall in Siersdorf bleibt die Mühlenstraße noch mindestens zwei Wochen gesperrt. Grund für die Verzögerung sind fehlende Nachweise über die Tragfähigkeit der Straße, die der Landesbetrieb Straßen NRW jetzt von der Thyssengas GmbH gefordert hat.

Nach ersten Äußerungen des Gasnetzbetreibers, der in der Angelegenheit federführend ist, sollte die Straße eigentlich seit Anfang dieser Woche wieder befahrbar sein. Jetzt stehen aber erst mal umfangreiche Bodenuntersuchungen an.

In der Nacht zum 28. Januar war am Kreisverkehr eine Erdgasleitung der Thyssengas GmbH geborsten. Die Straße riss auf, Dreck und Steine flogen meterweit, das riesige Loch im Boden verschluckte sogar ein Auto. Dabei wurden auch Strom- und Wasserleitungen beschädigt.

Durch den Wasseraustritt ist möglicherweise nicht nur der Boden der Grube verändert worden, auch unterhalb der bestehenden Straßendecke könnte die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben sein, teilt Bernd Aulmann mit, Sprecher bei Straßen NRW. Deswegen hat der Landesbetrieb jetzt umfangreiche Bodenuntersuchungen angeordnet. Bei diesen sogenannten Lastplattendruckversuchen werden dann die Druckfestigkeit und die Tragfähigkeit des Bodens getestet.

Thyssengas hat diese Untersuchungen indes in Auftrag gegeben. „Wenn sich herausstellt, dass die bestehende Straße nicht erneuert werden muss, könnte die Mühlenstraße in zwei Wochen wieder befahrbar sein“, sagt Gerhard Hülsemann, Sprecher des Gasnetzbetreibers. Die Kosten für die Reparaturarbeiten lägen dann im unteren sechsstelligen Bereich. Genaue Zahlen wollte Thyssengas nicht nennen.

Ist die Tragfähigkeit der Straße nicht mehr gegeben, wird sich der Termin für die Freigabe der Mühlenstraße wohl nach hinten verschieben. Dann müsse nämlich der komplette Boden ausgetauscht werden, sagt Aulmann.

Was die Ursache für den Gasunfall war, ist immer noch Gegenstand laufender Untersuchungen. Sobald die Ergebnisse da sind, könne man auch sagen, ob die Schuld für das Gasleck wirklich bei dem Gasnetzbetreiber oder bei jemand anderem liege, teilt Thyssengas mit.

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