Rurdorf: Mordsgaudi auf dem Kinderzimmerklassiker

Rurdorf: Mordsgaudi auf dem Kinderzimmerklassiker

Es gibt keine vergleichbare Rennstrecke auf der Welt: Der Nürburgring ist out - die neue In-Rennstrecke liegt nicht in der Eifel oder Monaco, sondern in Rurdorf. An dem steilen Rurdorfer Berg - unter Insidern auch der „Highway to Rur” genannt - herrschte am Samstag bestes Formel-1-Feeling, allerdings ohne Motorenlärm oder Reifen- und Benzingeruch.

Der Verein Rurdorf Special veranstaltete die erste Mittsommer-Bobbycar Challenge. Die Idee zu dem halsbrecherischen Spaß habe einst ein Vereinsmitglied gehabt und die übrigen Mitstreiter in Bierlaune schnell mitgerissen, verriet Vereinsmitglied Steffen Peters.

Mit dieser Idee hatten die Veranstalter voll ins Schwarze getroffen: Trotz des anfänglich düster-grauen Wetters und gelegentlichen Nieselregens, nahmen rund 70 „Lebensmüde” an dem Rennen mit dem roten Plastik-Boliden teil - für die Fahrer Ehrensache, schließlich fährt Michael Schumacher auch am liebsten bei Regen über die Rennstrecke.

Auch die Zuschauer, die hundertfach an der Rennstrecke erschienen waren, ließen sich den vereinzelten Tropfen nicht abschrecken. Sie jubelten den Rennfahrern begeistert zu.

Während die Kinder und Jugendlichen das Gefährt noch gut in Erinnerung hatten, saß mancher ältere Pilot an diesem Renntag das erste Mal auf dem Bobbycar. „Aber das macht nichts - dabei gibt es nicht viel zu können. Man muss einfach nur rauf auf das Auto und dann ohne Furcht nichts wie den Berg runter”, verriet Pawel Krpczyk, der mit der Nummer 21 an den Start ging.

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