Jülich: Mittelrheinliga: Borussia ohne „Schießpulver“ in Hennef auf verlorenem Posten

Jülich : Mittelrheinliga: Borussia ohne „Schießpulver“ in Hennef auf verlorenem Posten

Am Tabellenbild in der Mittelrheinliga hat sich für Borussia Freialdenhoven nach dem Nachholspieltag an Pfingstsonntag nichts geändert. Trotz der 0:2-Niederlage beim FC Hennef 05 bleibt die Elf von Trainer Wilfried Hannes mit 45 Punkten Tabellenfünfter.

Für den Gastgeber, zu dem Freialdenhoven mit über 100 Kilometer Anfahrtsweg die weiteste Strecke in der Saison zurücklegen musste, änderten die drei Punkte allerdings einiges. Der FC Hennef kann sich nun wieder mit einem möglichen Aufstieg in die Regionalliga beschäftigen. Hennef ist Tabellenzweiter, liegt sechs Punkte hinter Spitzenreiter TV Herkenrath.

„Man muss fair bleiben. Der Sieg von Hennef geht in Ordnung, obwohl wir nicht die schlechtere Mannschaft waren“, stellte Borussen-Trainer Hannes nach dem Abpfiff klar. Warum seine Mannschaft verloren hatte, auch dies war dem Coach bewusst. „Wir haben es einfach nicht geschafft, uns während der 90 Minuten eine einzige Torchance zu erarbeiten. Es kamen von außen keine Flanken, es fand kein vernünftiges Passspiel statt“, brachte es Hannes auf den Punkt.

Trotzdem lobte er seine Mannschaft für ihren Einsatz und den Kampfgeist. Die ließ eigentlich in nur zwei Situationen die nötige Übersicht vermissen, was denn auch prompt von Hennef ausgenutzt wurde mittels des von jedem Gegner gefürchteten schnellen Umschaltspiels. Davor hatte der Freialdenhovener Trainer im Vorfeld gewarnt. „So war denn das 1:0 für mich keine Überraschung, aber anscheinend für meine Abwehr schon“, meinte er bezogen auf den frühen Treffer in der sechsten Spielminute. Da schaltete Hennef blitzschnell „um“, schlug einen Pass in die Abwehr der Borussia, Kraus und Tkacz wurden überrannt und Hennef führte.

So auch in der dritten Mitte der Nachspielzeit in Durchgang eins. Ein schneller und weiter Einwurf in den Borussen-Strafraum, ein kleiner Hackentrick zum Querpass, und es klingelte zum zweiten Mal im Gehäuse von Keeper Aleksandar Lovric.

Es sollten die einzigen nennenswerten Torchancen der Gastgeber bleiben. „Die haben die zweite Halbzeit verwaltet, wir waren da zwar die bessere Mannschaft, aber wir haben uns keinerlei Möglichkeiten erarbeitet, dem Spiel noch eine andere Wende zu geben“, sagte Hannes, der noch mit den Einwechslungen von Bahadir Güler und Yannick Kuhnke versuchte, die Offensive zu stärken (57. und 64. Minute).

Die Auswechslung von Oskar Tkacz in der Halbzeitpause, die hatte allerdings andere Gründe. „Die war meinem Ärger geschuldet“, räumte Winnie Hannes ein, der in der Vorwoche 61. Jahre alt wurde und bereits seit 18 Spielzeiten bei der Borussia das sportliche Sagen hat.

(hfs.)
Mehr von Aachener Nachrichten