Messe in kölscher Mundart für die GKG Fidele Brüder aus Koslar

Liebe zum Detail : „Mess op Kölsch“

Pfarrer i. R. Dr. Peter Jöcken zelebrierte für die GKG Fidele Brüder aus Koslar in der St. Adelgundis Kirche eine „Mess op Kölsch“. Mit viel Liebe zum Detail wurden Texte und Lieder ausgewählt, die in kölscher Mundart vorgetragen wurden.

„Mie singe on bädde op Platt en de Kerch“ – so die Überschrift des Lied- und Gebetsheftes zum wohl besinnlichsten Teil der Karnevalssession. Bei der Auswahl der Texte und Lieder zeigte sich schnell, dass Kirche und Karneval inhaltlich viele Gemeinsamkeiten haben – geht es doch um einen sozialen Umgang miteinander und der Integration wie zum Beispiel beim Lied der Bläck Föös „Drink doch ene mit“, dem „isolierten Mann an der Theke, der zum Bier eingeladen wird“.

Unterstützt wurde Pfarrer Dr. Jöcken von Lektor Dieter Freyaldenhoven und dem Organisten Otmar Esser. Den Gesang übernahmen Hermann Bierfeld, Peter Brell, Bernd Granderath und Peter Wagner, die von der Gemeinde unterstützt wurden. Im Anschluss bedankte sich das Dreigestirn herzlich für die tolle Messe bei Pfarrer Dr. Jöcken. Prinz Bernd I. (Cremer) überreichte ihm den Dreigestirnorden.

Anschließend zog die GKG in die Bürgerhalle zum Prinzenbiwak. Nach einem gemeinsamen Frühstück begrüßten der 1. Vorsitzende Theo Meurer sowie Sitzungspräsident Andreas Steinbuch bis in die Abendstunden hinein zahlreiche befreundete Gesellschaften sowie das Jülicher Kinderdreigestirn mit ihren Tollitäten und Abordnungen. Die Gelegenheit wurde genutzt, den Dreigestirnorden und den Vereinsorden zu überreichen. Neben den eigenen Abteilungen und Tanzgruppen der GKG trat als „Special Guest“ Sänger und Entertainer Marcus Luca auf. Alle Auftritte begeisterten das Publikum. Über viele Stunden drohte die Bürgerhalle aus den Nähten zu platzen. So gut war das Biwak besucht.

Die GKG ist ein Traditionsverein von 1926. Sie ist eine der mitgliedsstärksten Gesellschaften der Region, die im Wesentlichen aus Koslar, den umliegenden Dörfern und der Stadt Jülich stammen. Das Alter reicht vom Säugling bis ins hohe Alter. Die Gesellschaft ist breit aufgestellt. So engagieren sich die Aktiven als Trainerinnen der verschiedener Tanzgruppen – die jüngsten Kinder sind drei bis vier Jahre alt, in einer Showtanzgruppe, den Fidelen Herzchen – eine Gruppe ausschließlich aktiver Frauen, der Prinzengarde, dem Elferrat und dem Senat. Die Gesellschaft sieht sich als integrative dörfliche Institution, die Jung und Alt zusammenführt, Kindern regelmäßig Raum für Tanzsport und Spaß bietet, der während der Session mit anderen Freunden und Familienangehörigen gemeinsam auf der Bühne in und um Koslar präsentiert wird.

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