Komplett-Paket: „Martinus-Aktion“ will helfen, wo es direkt ankommt

Komplett-Paket : „Martinus-Aktion“ will helfen, wo es direkt ankommt

Die Aldenhovener „Martinus-Aktion“ unterstützt ein Hilfsprojekt für syrische Flüchtlinge. Der Verein „Jasmin-Hilfe“ betreut sechs Lager in der libanesischen Bekaa-Ebene. Ihre Arbeit vor Ort hat Marlene Abbara vorgestellt.

Es ist schon bemerkenswert, wie viele kleine Gruppierungen Großes bewirken. Der kleine in Düsseldorf beheimatete Verein „Jasmin-Hilfe“ unterstützt seit Jahren sechs Flüchtlingslager in der libanesischen Bekaa-Ebene, in denen Tausende syrische Flüchtlinge leben. Marlene Abbara, Ehefrau eines syrischen Arztes, stellte seine vielfältigen Hilfeleistungen am Dienstagabend der Aldenhovener „Martinus-Aktion“ vor, die in diesem Jahr dieses Projekt unterstützen wird.

Die Martinus-Vorsitzende Doris Werner betonte in ihrer Begrüßung, man habe erkannt, dass die Hilfe für die Flüchtlinge, die ihre Zuflucht in dem Nachbarland gesucht haben, Priorität habe. Beim diesjährigen Projektpartner wisse man, dass die Hilfen unmittelbar ankommen und nicht irgendwo versickerere.

Marlene Abbara zeigte sich dankbar für die zu erwartende Hilfe aus Aldenhoven und schilderte die Aktivitäten, die „Jasmin“ seit sechs Jahren den Flüchtlingen in den Camps zuteil werden lässt. Ein „Komplett-Paket“, angefangen bei der Beschaffung, dem Aufbau und der Sicherung der Zelte, über die Verteilung von Lebensmitteln, bis hin zur Schaffung der ärztlichen Versorgung. Gelenkt mittels WhatsApp kümmern sich die Helfer vor Ort um viele Belange. Zu den wichtigsten Errungenschaften zählte Frau Abbara den Bau von Brunnen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung.

Um die ärztliche Versorgung zu verbessern, sei ein Ambulanz-Container beschafft worden. Man trage die Kosten für den ständigen Arzt und dessen Hilfskraft.

Als ehemalige Mitgründerin des Kinderschutzbundes weiß Marlene Abbara um die Notwendigkeit einer Schulbildung für die vielen Kinder, die in den Camps leben. Für diese Akuthilfe konnten einige Lehrerinnen gewonnen werden, die den Kindern in einem mobilen Schulsystem das nötige Rüstzeug für ihr späteres Leben vermitteln. „Jasmin“ hat dazu beigetragen, dass die Flüchtlinge auf irgendeine Weise einer Arbeit nachgehen und so zu ihrem Lebensunterhalt beitragen können. Seit dieser Zeit habe sich die Stimmung in den Camps positiv verändert. Mit vielen Fotos konnte Frau Abbara ihre beeindruckende Schilderung der erfolgreichen Arbeit von „Jasmin“ belegen.

Wie auch in den Vorjahren werden die beiden Aldenhovener Schulen, die GGS und die GAL, mit eigenen Aktivitäten, wie Sponsorenläufen, die Martinus-Aktion unterstützen. Deshalb wird Marlene Abbara auch hier in den nächsten Tagen ihre Projektarbeit vorstellen. Das Martinus-Wochenende wird in der bisher üblichen Weise am 9. und 10. November in und rund um die katholische Pfarrkirche stattfinden.

(gre)