Jülich: Malteser stellen Einheit für Katastrophenschutz

Jülich: Malteser stellen Einheit für Katastrophenschutz

Im Rahmen des NRW-Katastrophenschutzes gibt es in jedem Kreis Einsatz-Einheiten, die bei größeren Schadenslagen den Rettungsdienst unterstützen. Einsätze wie die Bombenfunde in Jülich oder Titz haben gezeigt, dass diese Kräfte unersetzlich sind. Eine solche Einheit stellen jetzt die Jülicher Malteser.

Die Einheit in Jülich und Linnich besteht aus den Gruppen Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, Technik und Sicherheit. Zugführer Daniel Vreydal über die neue Aufgabe: „Der Katastrophenschutz ist seit jeher ein wichtiges Standbein und Tätigkeitsfeld der Malteser in Deutschland.“

Mit drei anderen NRW-Einsatzeinheiten haben die Jülicher auch schon den ersten großen Einsatz gefahren — im Juni Hochwassergebiet. „So ein mehrtägiger Einsatz wie Magdeburg kommt zum Glück nur alle paar Jahre vor: Aber grundsätzlich sind wir für solche Aufgaben aufgestellt und halten entsprechendes Material und Helfer vor.“

Die Haupteinsätze sind überwiegend die Unterstützung des lokalen Rettungsdiensts bei größeren Lagen wie Bombenfunden oder größere Unfälle etwa mit Bussen.

Durch die Gestellung der Einsatzeinheit gibt es für die ehrenamtlichen Helfer genug zu tun. „Uns sind natürlich jederzeit weitere engagierte und motivierte Mitglieder herzlich willkommen.“ so Daniel Vreydal weiter. Bei Interesse an einer aktiven Mitarbeit im Ehrenamt erhalten engagierte und motivierte Helfer die Möglichkeit eine kostenlose Ausbildung z. B. zum Rettungssanitäter, zur Fachkraft Technik & Sicherheit oder Fachkraft Betreuungsdienst zu absolvieren.

Ebenfalls besteht die Möglichkeit zur Finanzierung von Führerscheinerweiterungen für den Katastrophenschutz. Voraussetzung für die Teilnahme ist das Mindestalter von 16 Jahren. Kontakt: Telefon 02461 / 973522 oder kontakt@malteser-juelich.de.

Katastrophenschutz

Den Grundstock der Katastrophenschutzes in NRW bilden die fast 13 000 hauptberuflichen und 79 000 ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Ihnen obliegt die Aufgabe des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung. Dazu gehört auch der Umgang mit Gefahrgut bei Unfällen und die ABC-Dekontamination.

Ergänzt wird der Katastrophenschutz im Land durch die 241 Einsatz-Einheiten von Hilfsorganisationen wie Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und DLRG. Diese Einsatz-Einheiten verfügen insgesamt über etwa 20 000 ausgebildete ehrenamtliche Helfer, wobei eine Einsatz-Einheit aus rund 30 Helferinnen und Helfern besteht sowie jeweils eine Sanitätsgruppe, eine Betreuungsgruppe, eine Führungs- und eine Technikkomponente umfasst. Die Ausrüstungen und Fahrzeuge werden jeweils zu einem Drittel vom Land, vom Bund und von den Organisationen selbst gestellt.