Jülich: „Märchenträume“ und „Zootiere ganz nah“ im Brückenkopfpark

Jülich : „Märchenträume“ und „Zootiere ganz nah“ im Brückenkopfpark

Auch im tropischen Sommer blieben die „Märchenträume“ in Kombination mit dem Zoofest ein Besuchermagnet. 27 Märchenlesungen, darunter 21 verschiedene, fanden an neun idyllischen Orten im Brückenkopfpark statt. Höhepunkt im Märchenreigen war „Max und die Zauberfee“ in neuem Glanz.

Der Kulturverein „City Starlights“ aus Stolberg zauberte die Geschichte drei Mal hintereinander auf die Hauptbühne im Stadtgarten. An verträumten Orten im Park wie dem „Horrig-Garten“ nahe der Obstwiesen, aber auch am Ziegengehege im Kernbereich wurden klassische Grimms-Märchen oder altbekannte wie „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Andersen vorgetragen. Gelesen wurde unter anderem auch die heiter-absurde Geschichte „Es ging ein Fisch zu Fuß zur Post“ aus dem ersten Bilderbuch des Comedy Stars Johann König.

Die Präsentation der SFG Jülich erregt Interesse: Am Boden ist links ihr Prunkstück zu sehen, die in originalen Größenverhältnissen nachgebaute „Fokker Eindecker“ aus dem Ersten Weltkrieg.

Letzteres zählte zu den Beiträgen der „Kleinen Hände“ im Rahmen ihres Fantasiefestivals — mit Kooperationspartner Hajo Bülles. Am „Ort der Stille“ las Kinderbuchautorin Waltraud Weyand aus ihren Büchern. Nicht mehr wegzudenken ist Gisa Stein als „kleine Meerjungfrau“ am Bootssteg. Diesmal zeigte die Meerjungfrau märchengetreu ihre roten Haare anstelle ihrer langen blonden Lockenperücke, ein Zustand, der zum Teil der Hitze geschuldet war. Mit reichlich Informationen, gespickt mit Spiel und Spaß, lockte das Zoofest.

So gab es neben den öffentlichen Fütterungen der Erdmännchen, Stachelschweine, Luchse und Wölfe etwa einen Rundgang mit „Blick hinter die Kulissen“ oder einen „Zoo-Erlebnis-Tisch“. Zu den weiteren Attraktivitäten im Zoobereich und an der Animation zählten Kinderschminken, Seidenmalerei für Kinder oder Ponyreiten. Besonders am Ponystall tummelten sich bei sommerlicher Hitze zwei Stunden lang die Familien, die sich aber auch gerne auf den Spielplätzen und am Floßweiher niederließen. „Wolfspfoten gießen“ ist nur ein Beispiel aus dem Angebot des Naturschutzbunds Deutschland (NABU). Deren Wolfsbotschafter haben es sich zur Aufgabe gemacht, am Gehege der Polarwölfe Cita, Tobi und Nanu „den Wolf der Bevölkerung nahezubringen und Ängste abzubauen“ und damit das Bild von reißenden Wolfsrudeln zu entkräften.

Mitten im Festgeschehen spielte ein Drehorgelmann nahe der Themengärten zugunsten der Kinderkrebshilfe in Aachen. Premiere beim Fest war die Präsentation des SFG Jülich. Die Leidenschaft der rund 100 Mitglieder ist das Bauen und Fliegen von Flugmodellen. Ihr kleines Modellfluggelände am Apfelquadrat lockte viele Gäste an. Prunkstück unter ihren Modellen war eine einsitzige „Fokker Eindecker“ aus dem Ersten Weltkrieg aus Holz, Metall und „Bespannmaterialien aus Kunststoffgewebe“. Das Besondere sind ihre originalen Größenverhältnisse, wie Alexander Wirtz betonte. „Normalerweise sind die Proportionen gestreckt“, fügte Vorsitzender Roberto Dubré hinzu.

Für einen Probeflug am Apfelquadrat war sie mit ihren 13,5 Kilo allerdings deutlich zu schwer, sie ist „an ein zugelassenes Modellfluggelände gebunden“. Das Gewicht der Flugobjekte durfte am Vorführtag fünf Kilo nicht übersteigen, freiwillig blieb der SFG mit Modellflugplatz in Merzenhausen aber weit darunter. Der Verein hatte ferner einen Flugsimulator im Gepäck und informierte über Drohnen. „Viele Drohnenpiloten sind Wildflieger, oftmals aus Unkenntnis“, erklärte Dubré.

(ptj)
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