Männergesangsverein Linnich gibt Herbstkonzert beim Kultursommer

Konzert : Diese Musik hat niemand erwartet

In der Linnicher Pfarrkirche gaben zwei Chöre etwas andere Töne von sich zu hören. Denn auch in diesem Jahr veranstaltete der Männergesangsverein sein traditionelles Herbstkonzert im Rahmen des Kultursommers.

Diese Art von Musik hätte man in einer Kirche allerdings nicht erwartet.

Dank eines abwechslungsreichen Repertoires überzeugte der Männerchor die Zuschauer. Das Lied „Dat Wasser vun Kölle“, das durch die „Bläck Föss“ bekannt wurde, begeisterte insbesondere das jüngere Publikum. Überdies konnte der MGV unter der Leitung von Maria Mironova technisch überzeugen und nutzte die tückische Klangarchitektur der St.-Martinus-Pfarrkirche optimal aus. Seit sechs Jahren leitet die gebürtige Russin nun schon den Linnicher Männergesangsverein und führte ihn mit viel Temperament zu beeindruckenden Leistungen. Allerdings bringt die Linnicher Kirche trotz des tollen Klangs einige Probleme mit sich. Insbesondere das starke Echo und die breite Aufstellung schränken Mironovas Möglichkeiten erheblich ein. „Das ist für viele Stücke sehr gefährlich“, erklärte die langjährige Dirigentin und Sängerin, „Es kommt immer auf den Impuls an.“ Dementsprechend würde die Gestik der Dirigentin ausholender oder zurückhaltender ausfallen.

Neben dem Männergesangsverein reiste auch die Sing- und Spielgemeinschaft „Frohsinn“ aus der Eifel an. Ebenfalls unter der Leitung von Mironova kombinierten sie Sängerinnen mit Zupfinstrumenten, um Stücken, wie „Sister Act“, neues Leben einzuhauchen. Kein Wunder also, dass die Anwesenden die Vorstellung und Leistung der Chöre mit einer Standing Ovation honorierten.

(ikr)
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