Männerballett in Inden/Altdorf: 20 Jahre währender Karnevalsspaß

Das größte Turnier im Kreis Düren : 20 Jahre währender Karnevalsspaß mit dem Männerballett Inden/Altdorf

Die aktuelle Session ist für die KG Lustige Jonge Inden/Altdorf eine ganz besondere, denn neben dem gemeinsamen Feiern der Prunksitzung mit der KG Echte Fröngde Lamersdorf unter dem Motto „Hand in Hand durchs Indeland“ fand zum 20. Mal das Männerballettturnier im Festzelt statt.

Ein schönes rundes Jubiläum, doch im Karneval sind runde Zahlen ungewöhnlich – und so feiert nun das KG-eigene Männerballett der Traumtänzer sein 2 x 11-jähriges Bestehen. „Zwei Jahre habe ich aktiv mitgetanzt und ich bin auch heute noch begeistert über den großen Zusammenhalt und den Spaß, den diese Gruppe bei ihren Auftritten vermittelt“, weiß KG-Präsident Thomas Weisweiler zu berichten.

Angefangen hatte alles mit einem Karnevalsspaß des damaligen Dreigestirns. Aus ursprünglich acht Tänzern, die ihre ersten Auftritte auswärts bei Gastgesellschaften hatten, wuchs in den letzten zwei Jahrzehnten eine nun 18-köpfige Truppe heran, die jede Session aufs Neue ihre Fans mit ihren Auftritten fasziniert. „Unser erster großer Auftritt war in Köln-Porz auf einer Damensitzung, und im Anschluss gab es als Dankeschön Freibier in der Nachbarkneipe“, erinnert sich schmunzelnd Gründungsmitglied Bernd Malsbenden, der selbst bis vor fünf Jahren bei den Traumtänzern aktiv mitgewirkt hat.

Damals waren viele Mitglieder überrascht, wie viel Planung, Arbeit und auch Kosten mit einer Session verbunden sind. Malsbenden ist in den letzten Jahren aber auch aufgefallen, dass sich die Männerballettturniere von der früheren Leichtigkeit etwas entfernt haben und jetzt teilweise einen echten sportlichen Wettkampfcharakter angenommen haben.

Aktuell werden die Traumtänzer von Sabrina Wolf trainiert und treffen sich normal einmal, kurz vor Sessionsbeginn auch zweimal pro Woche, um bis zu zwei Stunden für die Auftritte zu proben. „Wir haben ein Gremium gebildet, dass jedes Jahr das Thema für die nächste Session auswählt und dann entsprechend alles plant. Ich mache das jetzt in der vierten Session und muss sagen, ich mag meine Tänzer alle und finde es toll, sie zu trainieren“, berichtet Wolf.

Sie freut sich das ganze Jahr über auf die Karnevalszeit und springt auch selbst ein, wenn Not am Mann ist. Als vor zwei Jahren beim Thema „Star Wars“ bei einem Auftritt krankheitsbedingt zu wenige Tänzer zur Verfügung standen, schlüpfte sie kurzerhand als Darth Vader in das Kostüm, „und keiner hat es gemerkt“, wie sie heute noch belustigt berichtet.

Und was motiviert die heutigen Traumtänzer, sich das ganze Jahr über zu engagieren? „Wir sind eine coole Truppe mit einer super Gruppendynamik und wie eine kleine Familie zusammengewachsen. Unser Hauptantrieb ist der Spaß, den wir haben!“, antwortet Marco Apel, der für die KG auch als zweiter Kassierer tätig ist. Beim Männerballettturnier führten in diesem Jahr die Traumtänzer außerhalb der Wertung ihren Jubiläumstanz unter dem Motto „Harry Potter“ vor und bekamen natürlich viel Applaus.

Das mittlerweile größte Turnier im Kreis Düren hatte diesmal 15 Teilnehmer, die in den unterschiedlichsten Kategorien von der Jury bewertet wurden. Es wurde auch wieder viel Kreativität gezeigt, was die Wahl der Themen anging. Die Tänze handelten beispielsweise von der jecken Zeitreise über die tanzenden Footballspieler, den Happy Halloween, der Attacke des Froschkönigs oder den Radiosender 100,11 bis hin zur Reise nach Mexiko. In den Pausen sorgten die Auftritte der Gruppen Flash Light, Deja Vu und Dance Patrol für gute Stimmung.

Wie immer war es nicht leicht für die Jury, aus den vielen hochkarätigen Auftritten die Sieger auszuwählen, und das Ergebnis war knapp. Insgesamt gab es neun sechste Plätze, die an die Keldenicher Tanzbärchis, die Hasselsweiler Däppstreat Boys, die Gruppe Blau Wiess Horrem, die Trunkengarde 2.0 aus Gey, die Jülicher KG Rurblümchen, die Mar Manslue Breberen, die Immerather Seck Frösch und die Heestere Tanzbären vergeben wurden.

Die Euskirchener Gruppe Magic Man hatte außerhalb der Wertung getanzt. Platz 5 ging an die Lamersdorfer Cool Men Group und Platz 4 an das Hellenthaler Männerballett. Dritter wurden die Drieschboys Barmen mit dem Titel „Ab auf den Rummel“, Platz 2 ging an die Wild Boys Mersch/Pattern mit dem Thema „Mexiko“, und der Sieger des Abends waren die Sötenicher Traumtänzer mit ihrer „Attacke des Froschkönigs“.