Jülich: „Loss mer singe“ im Kulturbahnhof: Erst die Rumtreiber, dann die Halunken

Jülich: „Loss mer singe“ im Kulturbahnhof: Erst die Rumtreiber, dann die Halunken

Das traditionelle Einsingfestival „Loss mer singe“ in den rheinischen Karneval ist in eine neue Runde gegangen und hat auch in Jülich viele Jecken begeistert. Zum mittlerweile fünften Mal fand das Event in der Herzogstadt statt und war natürlich wieder ausverkauft.

Die Moderation hatte erneut Thomas Beys übernommen und stellte neben den Vertretern des Kölschen Karnevals auch die Kandidaten des Kreises Düren vor. In diesem Jahr traten 16 Bands aus dem Kölner Raum und vier Bands aus der Jülicher Umgebung an.

Die Besucher hatten nach dem Hören aller vom DJ gespielten Titel per Stimmzettel die Möglichkeit, ihre sechs Favoriten auszuwählen und zusätzlich die zwei Siegergruppen des Kreises Düren zu küren. „Es ist immer wieder schön, die kölsche Stimmung im Kuba zu genießen, und es ist spannend, welcher Titel beim Publikum gut ankommt“, berichtet Beys. Zur Auswahl standen die Domstürmer, Kasalla, et Klimpermännche Thomas Cüpper, die Paveier, die Micky Brühl Band, Fiasko, die Klüngelköpp, die Bläck Fööss, Querbeat, Lupo, Cat Ballou, Miljö, Roxxy, die Räuber und Brings.

Vier Vertreter aus dem Kreis

Die Vertreter des Kreises Düren waren Dieter Rosarius, de Halunke, DEB und die Rumtreiber an. „Es ist heute Abend ganz besonders, dass alle vier Teilnehmerbands aus unserer Umgebung ins Kuba gekommen sind und gespannt auf die Abstimmung warten“ berichtet Beys weiter. Ungewöhnlich war auch, dass Kasalla mit „Kompass“ und „Künning vun Kölle“ gleich zwei Titel am Start hatte. Die Jury testet jedes Jahr die zahlreichen neu erschienenen Titel auf ihre Karnevalstauglichkeit und wählt aus diesem gewaltigen Repertoire die 20 ihr am meisten Hitverdächtigen für die Abstimmungsliste aus. In diesem Jahr sorgte das Publikum im Kuba für die ein oder andere Überraschung bei der Bestimmung der besten Karnevals-hits.

„Für die Iwichkeit“

Den sechsten Platz belegten die Paveier mit „Liebe auf den ersten Blick“, Platz 5 Lupo mit „Für die Liebe nit“, Platz 4 Querbeat mit „Guten Morgen Barbarossaplatz“, Platz 3 Brings mit „Liebe gewinnt“, Platz 2 Miljö mit „Kölsch statt Käsch“, und der Spitzenreiter 2018 sind die Räuber mit ihrem Titel „Für die Iwichkeit“. Im Kreis Düren ging der zweite Platz an De Halunke mit „Mer packen et ahn“, und die Sieger sind die Rumtreiber mit „Hück Naat weed jedanz“. „Es freut mich total, und damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Wer hätte das vor einem Jahr gedacht, und nun fragt man sich, wie es wohl weitergeht“ sagte sichtlich gerührt Rumtreiber-Sänger Timo Hamacher über den Erfolg seiner Band.

Als Highlight des Abends war auch für kölsche Live-Musik gesorgt worden mit dem Auftritt von Björn Heuser. Der Kölner Sänger und Songschreiber hatte zahlreiche Hits zum Mitsingen im Gepäck und sorgte bei seinem Auftritt mit Titeln wie „Hey Kölle“, „Du bes die Stadt“, „Kölsche Jung“ oder „Die Stääne danze“ für beste Stimmung. Die im Anschluss vom Publikum geforderte Zugabe wurde auch prompt mit dem Bläck Fööss-Klassiker „Unser Veedel“ geliefert. Nach diesem Einstand kann es jetzt losgehen mit der heißen Phase der Session.

(bw)
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