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Linnicher Sebastianus-Schützen feiern ihr Patronatsfest

Schützen feiern Patronatsfest : Auszeichnung für Arbeit im Hintergrund

Die St. Sebastianus-Schützengesellschaft hat ihr Patronatsfest gefeiert, bei dem die Schützen ihren Schutzheiligen gedenken und langjährige Mitglieder ehren.

Dieses startete mit einem Gottesdienst in der St. Martinus, der unter anderem von dem gleichnamigen Kirchenchor gestaltet wurde. So wurde unter anderem „Bleibe bei uns, Herr“ und „Laudate omnes gentes“ gesungen. Darüber hinaus hielt Pfarrer Stefan Bäuerle seine Predigt zu der Wundererzählung „Hochzeit zu Kana“, in der Jesus Wasser zu Wein verwandelt. „Wir leben alle der Fülle, die wir uns gegenseitig schenken“, sagte Pfarrer Bäuerle zu dem Kernpunkt der Rede.

Danach fanden im Martinuszentrum die Ehrungen der Schützen statt. Die längsten Mitgliedschaften, die der Präsident der St. Sebastianus-Schützengesellschaft, Heinrich Oidtmann, auszeichnete, waren die von Richard Leufen und Wilfried Müllenmeister. Seit 65 Jahren begleiten sie die Schützengesellschaft. Hierfür wurden sie mit dem Jubiläumsordnen ausgezeichnet. „Viele Jahre hast du aktive Vorstandsarbeit geleistet und deine kritischen Anregungen haben unsere Gesellschaft oft vor Schaden bewahrt“, sagte Oidtmann zu Leufen und dann zu Müllenmeister: „Du bist ein aktiver Schütze in unserem Verein. Ein Mensch, der sehr viel im Hintergrund gearbeitet hat, es aber niemanden zeigte.“ Weiter lobte er seine Arbeit in Ausschüssen und seinen Dienst für die Sicherheit beim Feuerwerk.

Harald Mergelsberg wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Oidtmann beleuchtete in seiner Laudatio seine Arbeit im Vorstand und Familienausschuss und das Einbringen seines karnevalistischen Herzens in Patronatsfeste. Oidtmann weiter: „Mit den köstlichen Einlagen verzaubertest du mit deinen Schützenbrüdern den Abend und es kam niemals Langeweile auf.“

Herbert Emunds reihte sich ebenfalls in die zahlreichen Ehrungen ein. In den 50 Jahren seiner Mitgliedschaft hob der Präsident besonders sein Engagement für die Erhaltung der Tradition. „Nicht zuletzt konnte das Feuerwerk durch Dein Engagement erhalten bleiben, sodass wir unsere Bronk noch immer feiert können wie vor fast 125 Jahren.“

Ebenfalls 50 Jahre ist Hans-Josef Hemrich dabei. Er zeichne sich durch seinen karnevalistisch geprägten Humor, durch seine Teilnahme an der Kirmes und Aufzügen und seine Initiative im Arbeits- und Sozialausschuss.

Hatten die vorherigen Geehrten den golden Vereinsorden bekommen, folgten für die Schützen mit 40 Jahren Mitgliedschaft, Fritz Heine und Heino Lenzen, die goldenen Treuenadeln. Neben seiner aktiven Teilnahme an Veranstaltungen und an Arbeitsausschuss sagte Oidtmann zu dem Schaffen Heines: „Bei all diesen Tätigkeiten kam dein Humor jedoch nie zu kurz. Mit deiner ansteckenden Fröhlichkeit hast du uns oft erfreut.“

Lenzen war in den 40 Jahren nicht nur Schützenkönig von 1990 bis 1993, sondern auch 1985 bis 1994 zweiter stellvertretender Präsident. Silberne Ehrennadeln für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden an Martin Breuer, Dr. Hendrik Kelzenberg, Frank-Michael Kozlowski und Richard Scheufen verteilt.

Damit nicht genug übergeben die Schützen in naher Zukunft noch weitere Orden. Für ganze 70 Jahre Mitgliedschaft gilt der Vereinsorden auch Johann Dung. Im selben Jahr – 1949 – fanden auch die ersten Umzüge wieder nach dem Krieg statt. Heinrich Oidtmann beschreibt in dem uns überreichten Manuskript seine rege Teilnahme an den Umzügen und den Fähnchenverkauf für die finanzielle Unterstützung der Vereinigten Schützengesellschaften. Ebenfalls ausgezeichnet werden bald Gerrit Meures und Lothar Rappsilber für 25 Jahre Mitgliedschaft.